Monday, 12 June 2017

Save the NHS


Und es geht munter weiter...das Tochterkind ist wieder daheim mit Sonnenbrand an den Beinen (29 Celsius in Paris und sie vergaß die Sonnencreme aufzutragen) und Frustration darüber daß ihre Freundinnen elternbedingt nicht Sightseeing gingen und sie so weder den Eiffelturm noch den Arc de Triomphe oder den Louvre auch nur von außen sah. Nächstes Mal.
Immerhin kam sie mit allen wichtigen Dokumenten heim die sie im Juli braucht für die Flüge, das ist Fortschritt. Der ipod-charger tauchte auch im Koffer auf trotz anderweitiger Befürchtungen.



Auntie Barbs drückte ungewollt den "reset"-Knopf: Sie stürzte zum zweiten Mal (im Krankenhaus!), wurde in die Royal Infirmary gebracht und ein zweites Mal operiert und nun geht das Ganze nochmal von vorne los...nach bisher 8 Wochen in drei Krankenhäusern liegt sie jetzt im vierten. Andrew, ihr Sohn, weiß nicht mehr wo ihm der Kopf steht - er geht gerade selbst an Krücken nach einem Ausrutscher beim Klettern. Das entwickelt sich zur unendlichen Geschichte und am Ende wird es hoffentlich nicht so enden wie sie es fürchtet: Pflege. Daß sie nach diesem Unfall nicht in die selbe Reha zurückgeht versteht sich von selbst: Klinik Nummer 5 am Horizont... 



Meine Arbeit häuft wie immer die Überstunden an und fragt mittlerweile schon "provisorisch" ob ich Stunden "mit Bleistift in den Kalender pinseln" könne, für alle Fälle? Obwohl ihnen nicht mehr einfällt warum die notwendig sein könnten. "Zur Vorsicht". Wenn unsere Casuals so weitermachen - Laura brach sich vor drei Tagen den Daumen bei einem Sturz, sie rutschte auf ihrer Gartentreppe aus beim Vögel füttern...da suchen sie nun nach einem Ersatz für den Ersatz. Und unser alter Soldat wurde gestern morgen mit dem "rapid response"-Sanka weggebracht, nachdem sie Wiederbelebung anwenden mußten. Der andere Bewohner, der das "Vergnügen" mit der übereifrigen Sanitäterin hatte, erholt sich ebenfalls von einem Herzinfarkt. Eine/r nach dem anderen.



Dem wollte jemand aus der Nachbarschaft nicht nachstehen: Als ich von der Arbeit kam begrüßten uns oben an der Straße zwei Krankenwägen, ein die Durchfahrt blockierender Streifenwagen und zwei Wracks, eins davon über der hüfthohen Barriere auf der anderen Straßenseite auf dem Dach liegend. Das wurde scheinbar in die Luft gehoben und segelte obendrüber in den Hang. 
Wir schlängelten uns zwischen den Sankas und dem Streifenwagen durch weil wir genau dort in unsere Straße abbiegen. Nope, das hätte nicht sein müssen. Ich hab erstmal genug von Krankenwägen.

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