Thursday, 25 October 2018

Behind the Scenes







Ich erkenne immer mehr wie schwierig es doch ist so eine Bucketlist durchzuziehen wenn die liebe Arbeit mich ständig mit Chaos eindeckt...die Küche dort wurde nun mit einem halben Jahr Verspätung der Transition unterzogen, die Menüs geändert, alles andere geändert und unser Koch war zu der Zeit im Urlaub und kam heim zu vollendeten Tatsachen. Nicht überraschend daß er so wütend ist daß ihm nach zwei Wochen noch Dampf aus den Ohren kommt! Ginge mir genauso. Das wurde vom Mittelmanagement so verordnet - soviel zu "Konsultation & Verhandlung". 
Kein Wunder daß er es als persönliche Beleidigung auffaßt wenn sie das quasi hinter seinem Rücken tun.
Vieles von dem was nun anders ist war nicht seine Verantwortung - das sind Versäumnisse des Housing Officers, die nicht geprüft hat ob der Manager dazwischen tatsächlich geeignet war für seine Position und da alles schleifen ließ. Mir scheint, da ist ein Gutteil "eigene Fehler auf andere schieben" mit im Spiel. Kein Wunder daß Alan wütend ist. Vielleicht sollte ich ihn damit trösten daß sie in der Umstrukturierung auf Managementebene vermutlich nächstes Jahr selbst einen Job suchen wird. 
Es ist schockierend wie sich das auf Viele auswirkt, da sind plötzlich alle hehren Ideale aus dem Fenster und sie würden alle und jeden unter den Bus werfen damit nur sie selbst besser dastehen. "Wir" sind ein gemeinnütziger Verein der in allem diese Ideale ganz in den Vordergrund stellt - es sei denn es geht um nackte Realität für einige Angestellten, scheinbar. Als Management bekommen sie gar eine "incentive" falls sie freiwillig gehen - meine Kollegen waren einfach nur joblos von heute auf Morgen. Etwas das ich beim Employee Forum genau so zu ihnen gesagt habe..(mit dem CEO im Raum, der das übrigens genauso sieht wie ich). 








Die momentane Managerin M bekommt ebenfalls allerhand ab wofür eigentlich der Housing Officer verantwortlich gewesen wäre - sie schätzt die Dame nicht sonderlich. M ist von einer anderen Einrichtung zeitweise zu uns abgezogen worden um all das auszubügeln und leitet gewissermaßen zwei Einrichtungen gleichzeitig. Was natürlich bedeutet daß sie bis April noch 38 Tage Urlaub zu nehmen hat, all die Tage nicht mitgerechnet die sie freinehmen soll statt Überstunden gezahlt zu bekommen, weil die über 35 Std/Woche gleich 50% Zuschlag generieren und HQ ganz kräftig darauf hinweist daß sie das nicht so gerne bezahlen.
Für mich bedeutet das daß ich bislang vom 14. bis 30. Dezember durcharbeite als Urlaubsvertretung, ohne Unterbrechung. Ich arbeite natürlich auch jeden Adventssonntag davor. Mein Urlaubsanspruch ist nach wie vor der meines ursprünglichen Jobs obwohl ich seit Monaten als Vize und als Manager arbeite...ich kann mich glücklich schätzen daß sie mir den Vize-Stundenlohn bezahlen, selbst wenn ich M vertrete. Wenn sie mich vertritt senken sie ihr Gehalt auf den Vize-Stundenlohn. Wie das im sozialen Bereich so ist: Überall fehlt das Geld. 
Dabei sollte ich schon für die ständig wechselnden Wochenend-Aushilfsköche eine Gehaltserhöhung bekommen, denen ich teilweise beibringen muß wie mann eine Küche putzt damit Environmental Health uns nicht dichtmacht sollten sie unangemeldet hereinschneien. Vielleicht haben sie in den Hotels ja Putzcrews nach Feierabend, aber da wir nicht das Crown Plaza sind tun unsere Köche das selbst am Ende ihrer Schicht.  









Wobei es schon ein Unterschied ist wenn diese Köche normalerweise 400 Kunden bekochen statt 15...all das geht so entspannt wie selten über die Durchreiche, selbst wenn ihnen kurz vor knapp speziell strukturierte Mahlzeiten und unerwartete Sonderwünsche um die Ohren gehauen werden. :D

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