Saturday, 18 April 2026

The week that was

 


Samstag, sonnig, kalt, 10 Grad. Ich brach wieder in die Arbeit auf, von der sah ich recht viel die letzten zwei Wochen...und mein erster Streich dort war die Suche nach dem Kúchenschrank und dem Fernseher, die die Springerkraft wáhrend meiner Abwesenheit im Gebáude verschleppt hatte. Als Kollegin Nr.2 fragte wohin sagte sie: "Das verrate ich nicht, das ist ein Geheimnis!" Im Rentenalter und kein Bisschen weise...sonst wáre ihr klar dass ich die Ráume in diesem Gebáude kenne wie meine Hosentasche, und fúr den Kúchenschrank gab's nur zwei Móglichkeiten. Und im zweiten Raum fand ich ihn, zog ihn wieder heraus weil sie damit den Zugang fúr BT und Sky zu ihrem Equipment blockierte, und schleppte ihn zur ersten Móglichkeit um darin Extra Geschirr zu verstauen, das jemand einfach auf dem Boden stehengelassen hatte. Was dem Catering Manager beim letzten Besuch nicht gefiel. Den Fernseher in einem anderen Wandschrank musste ich auch prompt verschieben, weil der ebenfalls das BT Equipment im ersten Stock blockierte. So ist das wenn sie nicht weiss, was sich in der Einrichtung Tag fúr Tag abspielt und das einfach tut ohne nachzufragen. Der Koch suchte seine Cloches, die sie ebenfalls verráumt hatte - ich riet ihm, das Gesundheitsamt zu zitieren: Wenn sie bei einer Inspektion nicht in der Kúche aufzufinden seien sei sie verantwortlich, weil sie alles rausráumt was ihr nicht in den Kram passt. Ohne Rúckfragen. Und ihm fehlt das dann.

Sonntag, wechselhaft, kalt. 12 in 12.




Montag, sonnig mit spáterem Regen, 10 Grad. Die Arbeit rief...und dort die Heizungsinstallateure, die den halben Tag in den Decken des Erdgeschosses und ersten Stocks hingen, weil es weiterhin tropfte. Sie fanden einen Riss im Beton unter der Dusche der oberen Wohnung, wussten aber immer noch nicht woher das Wasser tropfte. Sie drehten das Wasser ab fúr eine Weile. Die DachExpertin, aus deren Badezimmer es tropfte, war natúrlich postwendend in Panikstimmung, wann sie denn ausziehen solle in die Gástewohnung...sie brauche viel Vorwarnung fúr ihre Liste, was sie mitnehmen wolle in die Schwestereinrichtung. Und der Installateur sagte zu ihr, dass sie ihren Badezimmerboden aufreissen mússten um nachzuschauen woher es kommt. Menschenskinder, alles was der Mensch nicht braucht. Irgendwer hatte den Schubkasten fúr das Waschmittel aus der grossen Elektrolux gestemmt, der hing lose in den Seilen und die Maschine war aus dem Verkehr gezogen. Ein BT-Ingenieur war auch im Gebáude, der prompt in den Wandschrank wollte in dem die Springerkraft seine Box mit dem Fernseher zugestellt hatte. Welche Úberraschung - nicht...der Sohn einer Dame kam dann auch ins Búro und sagte dass seine Mutter nicht telefonieren kónne, da sei ein Fehler in einer Verteilerstation ausserhalb. Was ich weiss, weil einer seiner Kollegen mir das erklárt hatte - jede Leitung músse einzeln getestet werden ob sie funktioniere. Ich gab die Bestellungen auf und druckte die Menúauswahlen fúr den Koch. Und verpackte die Retoure zum Abholen, wáhrend ich die neuen Sachen fúr die Kúche bestellte. 

Dienstag, sonnig, spáter Nieselregen, 13 Grad. In der anderen Einrichtung hatten wir ebenfalls ein Leck, wenn auch nicht so ernst wie das - sie kletterten in den Dachboden um nachzuschauen, wo das Wasser herkam: Durch ein Loch im Dach, er sah Tageslicht direkt unter dem First und der Boden war durchgerottet...unser Property Officer ist gerade im Urlaub und sonnt sich wohl in dem Gedanken, dass ein Loch im Gehweg sein einziges grósseres Problem sei :D Die Kollegin rief dann auch an und sagte, das Wasser tropfe nicht mehr, es laufe mittlerweile...okay, Klempner nótig. Sie wúrden am Mittwoch den Boden aufreissen im Bad der DachExpertin. Die hatte am Morgen den Schlússel zur zweiten Gástewohnung in dieser Einrichtung abgeholt und ein digitales Radio gekauft, das ich fúr sie getuned habe. Bei uns sitzt sie stundenlang im Foyer neben unserem Radio...Die junge Springerkraft kam in die Arbeit, sie warnte ich dass die DachExpertin im Haus sei. Sie fúhlte sich etwas verfolgt. Sie sehe sie auch stándig im Einkaufszentrum. Die Kollegin sprach von einem Meeting am Freitag, sie fragte sich ob die Assistentinnen an dem Tag die Gespráche fúr ihre zukúnftigen Vertráge hátten. Wir warten auch auf die dritte Person in unserem Hub, die Teilzeit die Einrichtungen mitleiten soll. Quasi das, was ich als Vize getan habe in vergangenen Jahren. Sie sagte auch wieder klar und deutlich zur neuen Kollegin, dass ich nach wie vor diese Einrichtung leite, sie springe nur zwischen den beiden hin und her sobald die dritte Person an Bord ist. Es herrscht noch eine Menge Unwissen darúber, wie dieser Hub arbeiten wird...aber dann hatten wir beide auch mehr Zeit uns damit auseinanderzusetzen, die Assistenten wussten erst viel spáter dass das bevorsteht. 




Mittwoch, regnerisch, 15 Grad. Die DachExpertin kam des Morgens an eine andere Búrotúr fúr ihren táglichen Grummel, dieses Mal beklagte sie die Abwesenheit eines Kúhlschranks in der Gástewohnung. Ich stimme ihr zu, das ist unpraktisch, unsere hat sogar einen Gefrierschrank. Sie sei Diabetikerin und músse regelmássig essen. Sie spielte mit dem Gedanken an ein Hotel, aber erst sehe sie ihre Freundin. Úber der Strasse im Cafe. Ich bekam den Anruf des Mannes, der das Metall-Cover auf dem Gehweg neu zementieren sollte - tat er auch. Es stand trotzdem etwas ab, aber das war auch vorher so. Zumindest war es nicht mehr so einfach zu verschieben und bewegte sich auch nicht mehr beim Drauftreten. Das muss reichen...er habe eine neue Metallplatte im Laster, aber an der lag es ja nicht. Ein Mann vom Council schneite herein, der in einem der Bungalows gewesen sei - da lief scheinbar der Abfluss der Dusche úber. Ich hatte mir ungplant einen neuen Helfer zugelegt, er wohnt seit Jahren dort - erst mit seinem Vater, der ihn betreute, nach dessen Tod nun allein unter all den Oldies. An diesem Tag schloss er die Lounge fúr mich ab...ohne dass ich davon wusste, das berichtete er mir dann danach. Dafúr hatte er die DachExpertin rausgescheucht, die mich prompt fragte ob er dort wohne...weil er das Durchschnittsalter um einiges senkt. Ja, er hat den Mietvertrag quasi "geerbt", selbst wenn er júnger ist als es die Regel erfordert. Sie hatte zu grosse Entzugserscheinungen, sie brauche einen Raum mit einem Fernseher und buchte kurzerhand das órtliche Golfhotel. Dessen Golfplatz war von geringer Bedeutung fúr sie, selbt wenn Sevi Ballesteros den entworfen hat.

Donnerstag, regnerisch mit Sonne, 13 Grad. Letzter Tag in dieser Einrichtung. Ich wurde gebeten einem Klempner Einlass in einen der Bungalows zu gewáhren, damit er die Pumpe der Dusche austauschen kónne. Okay, kein Problem. In der eigenen Einrichtung rissen sie derweil den Fussboden der DachExpertin auf um das Leck zu finden. Und nagelten die Bretter dann wieder fest und verlegten den Teppich drúber. Offenbar lag das an einer Schraube auf einem Rohr und da das erst durch Beton sickern musste kónne das seit Jahren geleckt haben...die Kollegin ging staubsaugen in der Wohnung, bevor sie die Túr wieder abschlossen und die DachExpertin anzurufen versuchten. Wir strippten die zwei Gástewohnungen fúr den náchsten Besuch, nachdem sie ja nun im Hotel genáchtigt hatte. Der Klempner kam und ich schloss den Bungalow auf fúr ihn, er sagte mir Bescheid als er fertig war damit ich nachschauen konnte, ob er alles sauber hinterliess. Gerade recht, das Licht war noch an im Badezimmer. Eine andere Dame liess mich wissen dass ihr ihre Wáschespinne fast auf den Kopf gefallen war. Von der Wásche erschlagen? Nein, das geht so nicht...:D Am Nachmittag wunderte ich mich fúr eine gewisse Zeit, ob die Geráusche von nebenan normal waren...erst stóhnte jemand mehrfach lautstark ("Aaaahhhhr!"), dann schrien sie sich scheinbar gegenseitig an bevor jemand aus dem Haus rannte...ich fragte mich ob nun ein Anruf bei der Polizei in den Karten stúnde, doch dann kam ein Mann zurúck úber die Strasse gerannt mit der Túte einer der Apotheken in der Hand, der im Haus verschwand. Ich dachte ob seiner Erscheinung erst, dass er vielleicht etwas im Supermarkt hátte mitgehen lassen und deshalb rannte - kahlrasierter Schádel, typische Joggeraufmachung, hier bevorzugt von eher zwielichtigen Zeitgenossen...dabei wollte er nur seinem Papa helfen :D Im Ernst, keine Ahnung ob das Normalzustand ist.


Air sourced heat pump


 Freitag, regnerisch, 13 Grad. In der eigenen Einrichtung kam ich mir vor wie dereinst mit der Ex-Chefin: Ich hatte alles nachzuholen, was die Woche úber nicht erledigt wurde. Keine Menúauswahlen waren ausgefúllt, keine Rechnungen bezahlt, nichtmal die Ausgaben im Bilanzsheet eingetragen, geschweige denn die ad hoc Mahlzeiten, die fúr das Budget wichtig sind. Den Morgen verbrachte ich mit den beiden betroffenen Damen, die sich nun langsam wieder in den eigenen Wohnungen heimisch machten. Die Dame mit dem Leck, die nun etliche Reparaturen ausstehen hat, nahm's gelassen - die DachExpertin beschwerte sich, dass ihre gefalteten Plastiktúten nicht in den Schrank zurúckgeráumt worden waren...das sei ekelhaft, sie habe Fotos gemacht. Kollegin Nr.2 erzáhlte wie das am Vortag zuging...offenbar hinterliess die Kollegin zwei Nachrichten auf dem Telefon der DachExpertin, die sie dann spáter zurúckrief und sich beschwerte, dass sie sie nicht informiert habe - und das erwischte die Kollegin auf dem falschen Fuss, sie habe sie angeraunzt und ihr gesagt dass sie den Mund halten und zuhóren solle...mir schoss spontan eine Frage im Bewerbungsgesprách durch den Kopf - "Dieser Job kann zeitweise sehr fordernd sein, wie stellst Du sicher dass Du ruhig bleibst?" 😂 Dann wollte sie wissen ob die Bewohner wússten dass sie da sei und extra deshalb stándig mit Beschwerden und Genórgel in der Búrotúr stúnden - nein, das ist normal :D Es hat seine Grúnde warum ich dem freilaufenden Chef damals sagte, dass diese Einrichtung mit einer Gesundheitswarnung káme.

Nach dem Kaffee warte ich ab, ob ich einen Anruf bekomme und - juppheidi - auch diesen Samstag arbeite...