Saturday, 4 July 2026

The week that was

 


Samstag, sonnig mit Wolken, 19 Grad. Am Morgen wollte der Mann nach Falkirk in den Motability-Laden, seine Mutter suchte nach einem Clip, der ihren Gehstock am Rollator befestigen sollte. Ich sah erst einen meiner Herren mit einem Becherhalter an seinem, er hatte Kinderwagenzubehór zweckentfremdet. Sie muss vielleicht genauso um die Ecke denken...aber nachschauen kann man ja erst. Daher standen wir anfangs im Stau, der auf der Nebenstrasse den Autobahnstau umgehen wollte. In Falkirk betrachteten wir den stetigen Abbau des einst brechend vollen Einkaufszentrums, selbst das Cafe der Lieblingskette dort ist etwas heruntergekommen. Ich sah einen Trolley an mir vorbeirollen, den ich am liebsten selbst geputzt hátte - wenn der in meiner Einrichtung in dem Zustand verwendet wúrde gábe es Tacheles...Im Motability-Laden fand sich natúrlich nichts derart Spezialisiertes, daher zog es den Mann in ein anderes Cafe in der Fussgángerzone. Wo ich all die umstrickten Pfosten bewunderte. Vor einigen Monaten waren es "Blumenampeln" an den Hausfassaden, nun Pompoms an Laternen und Mántelchen fúr Pfosten. Es begann zu trópfeln als wir gingen. Auf dem Rúckweg wollte er gleich im Laden vorbei fúr meine Wocheneinkáufe, wenn schon denn schon. Damit war das auch erledigt und ich konnte weiterstricken.

Sonntag, sonnig am Morgen, 18 Grad. Der Wind war etwas kráftiger. Ich strickte weiter an meinem Monstrum in Alpaka-Baumwolle als der Mann fragte ob wir frúhstúcken gehen sollten. Oh well, dann eben Brunch auswárts. Ich hatte keine Lust auf die úblichen Optionen, deshalb landeten wir in einem Supermarktcafe in einem anderen Stadtteil. Mal etwas Abwechslung. Und ganz schlicht Rúhrei statt irgendwas Super-Bougie. Iss was G'scheits. Fúr den Nachmittag war Regen angesagt, der uns dann auch ereilte. Ich las mich quer durch all die blogs, die ich vernachlássigt hatte, schrieb an eine Freundin und bereitete Posts vor. Und das braune Fusselwerk wurde fertig, nur dass zum Ende zu die Wolle ausging. Dabei hatte ich die genau auf zwei Knáuel aufgeteilt mit dem Zu- und Abnehmen, aber offesichtlich war der erste lánger als der zweite...dumm gelaufen. Mir fehlte noch der Pailetten-Mitláufer fúr das Tuch der Schwiegermutter, den musste ich auch noch bestellen...hátte ich mal den weissen Kegel in Oban mitgenommen...Das Tochterkind und  A kamen vorbei auf ihrem Spaziergang, die heimgebrachten Stóckchen von der Alb sind wohlauf und aklimatisiert :D



 

Montag, sonnig mit Wolken, 18 Grad. In der anderen Einrichtung war ich an diesem Wochenanfang allein. Und langweilte mich, weshalb ich einige der Tagesjobs erledigte, inklusive Kúche putzen und Tassen durch den Geschirrspúler scheuchen - weil ich nicht wusste wann das das letzte Mal der Fall war, war auf keinem der Rota-Formulare abgehakt. So hatte ich wenigstens Fúller fúr die Zeit zwischen Bewohnern, die an die Túr klopften. Nebenan herrschte wieder Gezanke der lautstarken Art, die Familie im ehemaligen Managershaus lebt offenbar in voller Lautstárke. Die Oldies hier sind unabhángiger als unsere, die Kolleginnen haben weniger mit ihnen zu tun als wir - zwangsláufig, ohne Mahlzeiten. Ausserdem ist die Einrichtung grósser und etwas weniger als die Hálfte von ihnen wohnt in Cottages ausserhalb. Mit denen hat frau seltener zu tun. Es war ruhig, was an einem Montag nicht so úbel ist...wir warteten auf die Schlússel der Wohnung einer verstorbenen Dame, weil HQ beschlossen hatte dass ein Herr aus einem der Cottages vorúbergehend dort untergebracht wúrde, weil seine Waschmaschine leckte und sie den Fussboden reparieren mussten. Anfangs wollten sie ihn zu uns schicken und die neue Kollegin bekommt seit Wochen fast Zustánde weil sie seinen Rollstuhl schieben solle - endloses Gejammer úber etwas, von dem ihr gesagt wurde dass sie es nicht tun músse...sáhe sie irgendwen von uns das tun werde sie úber unsere Kópfe gehen und Beschwerde einlegen...da funktioniert auch irgendetwas nicht so wie bei den meisten Menschen, alle ihrer ehemaligen Arbeitskollegen von zwei Arbeitsstellen, die wir bislang trafen, sagten dasselbe - dass sie nicht sehr beliebt gewesen sei und immer Drama um sich haben músse. 

Dienstag, wechselhaft mit Regen, 18 Grad. In der eigenen Einrichtung. HR setzte mich auf die Fáhrte von Kollegin Nr.2, weil wir seit dem 9. Juni nichts mehr von ihr gehórt hatten. Und uns langsam Sorgen machten. Ich erreichte sie dann zufállig am Nachmittag - sie sei nach wie vor im Krankenhaus, der Neurochirurg habe die Operation durchgefúhrt. Nicht die, die sie fúr zu gefáhrlich hielten, er ging das scheinbar auf andere Weise an und es waren tatsáchlich drei verschiedene Operationen in einer fúr ihr "erodiertes" Rúckgrat. Sie sei nach wie vor an allerlei Gerát angeschlossen, bekomme Morphium, spúre die untere Kórperhálfte nicht richtig und habe zwangsweise das Rauchen aufgegeben, weil sie nicht aus dem Bett kónne. Nach der OP sei sie nicht auf die Beine gekommen und músse deshalb bleiben. Ausserdem fand der Chirurg im Laufe der OP einen kleinen Tumor am Ende ihres Rúckgrats und dann einen auf der Lunge...das ist die Frau, die die Area Managerin als "dauernd krank" abgeschrieben hatte. Ich fragte mich, ob sie nach all dem noch stehen wúrde...ganz abgesehen von dem Jahr, in dem die Kollegin fast dreimal starb - erst wegen Covid, dann nach einem Schlaganfall wegen Covid und Sepsis wegen der Klinik nach dem Schlaganfall...wáhrend die neue Manager-Kollegin von der Area Managerin gehátschelt wird weil sie Mal drei Tránchen verdrúckte als ihr aufging, in was sie von ihr gedrángt wurde weil sie den Job fúllen wollten. Bezeichnenderweise sagte HR kein Wort mehr, als ich ihnen den rundown gab.



Mittwoch, regnerisch, 18 Grad. Meine neue Wunderwaffe setzte ich an diesem Tag wieder ein - sie ist eine der neuen Damen, und sie wáchst so langsam in eine organisatorische Rolle hinein. Sie schlug Stuhl-Joga vor und fragte ob ich jemanden wússte...ja, eine Dame im lokalen Community Hub bietet das an, und wie es sich so traf tat sie das an diesem Mittag...woraufhin die Dame sich auf den Weg machte, um sie anzusprechen und móglicherweise zu kódern. Genau das brauchte ich, jemanden der sich engagiert. Ich liefere die Ideen, die ich langsam in Kópfen pflanze :D Úber Nacht hatten wir eine der Damen verloren, die Sanitáter fanden sie in ihrer Wohnung nach einem Fall. Was zuerst kam wissen wir nicht. Sie sah schon eine Weile nicht so gut aus. Die unschóne Seite des Jobs. Am Nachmittag hatte ich die kúrzeste Supervision meines Lebens, nur zwei Mental Health First Aider hatten sich eingeloggt, beide waren wir anderweitig gefragt, daher war es nach zehn Minuten vorbei. Gerade rechtzeitig fúr die Mánner, die die Kúche dampfreinigen sollten mit Chemikalien. Doch zuerst suchten sie den Abzug der Haube in den Wánden des ersten und zweiten Stocks. Dazu mussten sie die Deckenfliesen herausnehmen und fotografierten mit dem Handy. Erst danach fingen sie an zu putzen. Der Koch kochte in der Kúche der Gástewohnung so gut es ging. Der Inhalt der Kúche stand auf den Tischen im Speiseraum, deshalb sassen die Bewohner in der Búcherei im zweiten Stock zum Bingospielen.

Donnerstag, wechselhaft mit Wind, 19 Grad. Vorstellungsgespráche standen an diesem Tag an fúr die Stelle in der Schwestereinrichtung. Nur zwei von vier Kandidaten hatten sich angemeldet, das ist die Norm seit den konservativen B********, die 175.000 Behinderte auf dem Gewissen haben mit ihren ATOS-Assessments...die Assesors hatten Anweisung, dass das Ganze "traumatisierend" sein sollte fúr die Menschen, die sich dieser wúrdelosen Prozedur unterziehen mussten - mit memorablen Ergebnissen wie die des zweifach beinamputierten Mannes dem sie sagten, er kónne sich ja in der Arbeit mit den Armen die Treppen hochhieven...seit jenen Tagen verlangt das Arbeitsamt von Arbeitslosen eine festgelegte Anzahl von Bewerbungen táglich, die sie online úberwachen, weshalb sie sich fúr alles und úberall bewerben, egal was das ist - um ihre "Quote" zu erreichen damit ihnen das Geld nicht gestrichen wird. Wir sind das gewóhnt. Die zwei, die kamen waren allerdings geeignet fúr unsere Bedúrfnisse...nun sehen wir auch Dinge wie Jobwechsel wegen "long covid". Wenn alles klappt haben wir eine neue Mitarbeiterin, die nicht nur in Pflegeheimen, sondern auch in der Kúche eines Restaurants gearbeitet hat und sich mit BT Technologie auskennt. Und als junge Frau obdachlos war. Das ist seit geraumer Zeit auch nichts mehr was uns úberrascht in einem Lebenslauf. Und die andere Frau wáre eine exzellente Springerkraft, sie muss nach fúnf Jahren Rente nun wieder arbeiten, weil das Leben immer unerschwinglicher wird. Nach Feierabend schraubte ich dann erstmals den Yarn-Swift zusammen und wickelte die hauchdúnne Malabrigo zu Cakes, aus denen das eigentliche Tuch gestrickt wird sobald die Pailetten eintreffen.


Die in Peru gefárbte Malabrigo fúr das Tuch der Schwiegermutter

 

Freitag, bedeckt und windig, kúhle 13 Grad nachdem die Nachrichten 21 versprochen hatten. So fror ich vor mich hin im Búro, weil ich mich weigerte die Heizung hochzudrehen. Mir fiel ein dass wir in dem ganzen Chaos des Deep Cleans etc. noch gar keine Menús ausgegeben hatten, deshalb gingen die als erstes raus, vor den letzten zwei Menúwahlen dieser Woche. Die brauchte der Agenturkoch. Die Bestellung musste auch an diesem Tag raus, weil ich fúr den Montag in der Schwestereinrichtung gefragt war. Nun hatte sich auch die dritte Managerkollegin krankgemeldet, so eine Drei-Wochen-Rota funktioniert nur mit allen an Deck. Es fehlen vorher schon drei Kollegen und die Koordinatorin arbeitet dieses Wochenende, braucht also zwei freie Tage davor und danach. Nebenbei wartete ich auf die Dame vom Vortag, die als Springerkraft zugesagt hatte, von ihr brauchten wir noch ID-Dokumente. HR wollte derweil Formulare ausgefúllt haben, damit sie den Ball ins Rollen bringen konnten. Ich hatte frúher Feierabend und machte mich auf den Weg zu einem der Supermárkte. Kalt war mir ohnehin schon den ganzen Tag...daher wollte ich auch nicht mehr vor die Túr, als es den Mann gegen fúnf in ein Cafe zog. Ich strickte am zehnten Paar Socken weiter mit der Sockenwolle aus Deutschland von letztem Jahr.

Nach dem Kaffee geht es an die Spitze, dann ist das Paar auch fertig und ich sehe in den emails nach, wann mein Pailetten-Cone ankommt.


Wednesday, 1 July 2026

Jahresprojekt - Stashbusting: Juni

  

Die Sockparade beginnt mit Sockenwolle (70% Wolle, 30% Nylon) - 0.5/1

Sockenwolle in anderen Farben - 0.5/1

Sockenwolle, dritte Farbkombo - 0.5/1

Rico Baby Wolle Print (90% Acrylic, 10% Polyamid) - 1/1 und
 als Kontrastfarbe Rico Baby Wolle in Gelb - 0.5/1

Diese Menge ist genug fúr ein Paar Socken, daher habe ich genug gekauft fúr je vier Paar pro Kombo. Ich denke daran, daheim die hellgraue Kid Silk mitzufúhren. Ich bin nach wie vor dabei, ein Projekt fertigzustellen bevor ein anderes angenadelt wird, sonst bliebe jede Menge liegen.


"Samba" (100% Baumwolle) - 2/3


"Samba" in Blau - 2/3


"Samba" Resteverwertung - Rot 1/3, Blau 1/3, alles weg

"Samba" - 2/2

"Samba" - 2/2

Eine Verschnaufpause in der Sockparade war notwendig, da ich bereits 9 Paar vernáhen musste. Und diese italienische Baumwolle schien mir etwas ungeeignet fúr Socken...


Rico Design "Fashion Colour Spun" (100% Baumwolle) - 2/2

Rico Design "Superba Fair Isle" (75% Wolle, 25% Polyamid) - 0.5/1

Rico Design "Socks Sprinkly Stripey" (75% Schurwolle, 25% Polyamid) - 0.5/1

Rico Design "Socks Bamboo Rainbow" (50% Schurwolle, 25% Polyamid, 25% Viskose) - 0.5/1


Das Ziel ist erreicht, "heel flap & gusset" sitzen und ich weiss dass ich ein Paar Socken an einem Tag fertigstellen kann. Nun kann ich mein Buch auspacken, "52 Weeks of Socks", fúr die anspruchsvolleren Muster. Erst ist aber der "gift knit" fúr den 90. der Schwiegermutter an der Reihe, das Tuch wird filigran, denn dafúr habe ich Malabrigo in 2.5mm. Fehlt noch der Cone in Weiss mit Pailetten zum mitfúhren. 20 Tage habe ich dafúr. 
Und das ist nun ein "mindless knit":


"Sirdar" Cashmere Merino Silk (75% extrafeine Merinowolle, 20% Seide, 5% Kaschmir) - 2/2

Rowan "Alpaca Classic" (57% superfeines Alpaka, 43% Baumwolle) - 2/2

Und dann das Probestúck: "Rico Design" Creative Sport Print (50% Baumwolle, 50% Polyamid) - 3/3


Diesen Monat waren es 23.5 Knáuel, auch wenn der "Stash" dafúr neu angeschafft war da im Urlaub - ob mir Stricknadeln am Flughafen abgenommen werden testete ich erst auf dem Rúckflug, daher kaufte ich mir dort ein neues Set samt der Wolle dazu...needs must

Tuesday, 30 June 2026

Canalside

 






Fingerhútchen, Fingerhut...






Forth & Clyde Canal




Die alten Eichen auf Antonine's Wall



Verlinkt mit Astrid