schiehallion
"the fairy mountain of the Caledonians"
Wednesday, 11 March 2026
Tuesday, 10 March 2026
Monday, 9 March 2026
Sunday, 8 March 2026
Gelbstichig
Saturday, 7 March 2026
The week that was
Samstag, trocken, 11 Grad. Ich machte mich am Morgen auf den Weg in die Arbeit, weil ich das untrĂșgliche GefĂșhl hatte dass dort niemand auftauchen wĂșrde, kein Koch und keine Assistentin. Was sich als richtig erwies. Daher verschwand ich in die KĂșche, mit geschlossenem shutter weil ich offiziell nicht in der Arbeit war. Als erstes portionierte ich beide Desserts, fĂșr das Mittagessen und das Abendessen, die standen im KĂșhlschrank bereit. Der Agenturkoch hatte Suppe gepreppt, die war auch parat fĂșr die Mikrowelle - blieben nur die Hauptspeisen. Das BĂșro liess ich dunkel, obwohl ich die ein oder andere Arbeit erledigte die anfiel. Den Rest der Zeit strickte ich PulswĂĄrmer in Glitzerwolle. Wenn ich schon auf Zubereitungszeiten warten musste. Ich fand es interessant wie manche Menschen darauf reagierten dass das BĂșro dunkel war - die UnFreiwillige erklĂĄrte einem Herrn im Brustton der Ăberzeugung dass "niemand da" sei, es sei Licht an in der KĂșche aber keine Menschenseele anwesend. Die Dachexpertin war da anders, sie kam einfach ins BĂșro und fragte nach ihrem Essen etwas frĂșher als sonst. Das Abendessen lieferte ich ihnen an die WohnungstĂșr, hauptsĂĄchlich damit ich nicht den ganzen Samstag in der Arbeit sass. Die PulswĂĄrmer wurden beide fertig, aber ich hatte keine Lust diesen WollknĂĄuel zu beenden, stattdessen nahm ich mir "White-" und "Grey Sparkle" als Dreieckstuch vor...galt nicht mehr fĂșr den Februar, da ich erst den Anfang auf den Nadeln vorweisen konnte...
Sonntag, leichter Niesel, 10 Grad. Morgens strickte ich weiter bis der Mann fragte, ob wir seine Mutter mitnĂĄhmen in den Greasy spoon. Sie kann dort nur einen Kaffee trinken, die haben nichts fĂșr jemanden mit Glutenallergie, solange sie sich daran nicht stĂłrte...gĂĄnzlich unerwartet kam der Junge mit. Wir holten seine Gran ab und machten uns auf den Weg zum Einkauf/Cafe der sonstigen Samstagsroutine. Das wurde diese Woche alles in einen Tag gequetscht. Sie genoss ihre Latte, der Sohn war nicht so begeistert von seinem Iced Caramel Latte aber er war noch nicht kaffeiniert fĂșr den Tag mangels bevorzugter Kaffeesorte, die ihm ausging. Weil ich einen der 800g KnĂĄuel variegierter Wolle in rosa/lila mitnahm bot die Schwiegermutter mir an, dass ich bei ihr vorbeikommen und Wolle aussuchen kĂłnne, sie habe genug fĂșr die nĂĄchsten zwei Jahre - aber das war nicht der Sinn des Jahresprojekts :D Dieser "Zuwachs" diente der leichteren Verarbeitung eines 1000g KnĂĄuels in rosa, das noch in meiner Schublade lauert...und das ich mit 3mm Nadeln verstricken soll - endlos...sie ging wieder heim, wir setzten unsere Rundreise fort. Vor dem Supermarkt traf ich Kollegin Nr.2, sie traf den Jungen erstmals in langer Zeit und als sie ihn ansah sagte sie: "You look like your Dad, you poor bugger!" ZurĂșckhaltend wie immer...:D Der Junge lachte jedenfalls herzhaft, damit hatte er nicht gerechnet.
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| Das war...eigenartig :D |
Montag, trocken, sonnig, 10 Grad. Ich fand einen Zettel auf dem Schreibtisch von der neuen Kollegin, die am Vortag nach etwas Ășber einer Stunde bereits wieder heimging. Allerdings schaffte sie es in dieser kurzen Zeit, die Tochter der Kollegin wieder in Zugzwang zu bringen weil sie sie ausfragen wollte...quasi sobald sie zur TĂșr hereinkam? Zum zweiten Mal? Ăber etwas das ich ihr als vertraulich gekennzeichnet hatte? Wohlwissend dass sie HR gemeldet wurde weil sie den Mund nicht halten kann vor den Bewohnern? Hmmm...die Mutter der Tochter, die von nĂĄchster Woche an diesen Hub leiten wird, hat sie auf dem Radar dafĂșr und sagte bereits zur Area Managerin, dass sie das unterbinden mĂșsse. Wir werden unsere eigenen PlĂĄne in die Wege leiten. Sie will partout nicht in die KĂșche, das wird Voraussetzung werden fĂșr die neuen VertrĂĄge...und jede/r muss ran wenn wir unterbesetzt sind. Die Kollegin hatte ihr Meeting mit der Area Managerin, die ihr mitteilte dass sie sich nicht in ihrem RĂĄumchen im zweiten Stock verstecken kĂłnne, sie werde am Anfang nach wie vor in ihrem BĂșro arbeiten und lediglich "Aufgaben" bekommen...sie war so enttĂĄuscht :D War mir schon klar dass das so laufen wĂșrde, ich war lange Zeit EmpfĂĄngerin solcher "Aufgaben", die die Area Managerin nicht selbst erledigen wollte. Die kamen immer als unwillkommene QuerschlĂĄger, weil sie die auch am liebsten auf der Stelle beantwortet haben wollte. Als ob wir Zeit hĂĄtten, allerlei Zeug herauszufinden fĂșr sie.
Dienstag, trocken, sonnig, 10 Grad. Wir sollten Briefe durch die Briefschlitze schieben, gleichzeitig in beiden Einrichtungen - demnach koordinierten die Kollegin und ich und lieferten die am Nachmittag aus. Auf dass die ersten Fragen eintrĂĄfen...an diesem Tag wurde ich lediglich gefragt ob Kollegin Nr.2 meinen Job wolle - nein, den wollte sie schon vor meiner Zeit nicht: "Good, you're the boss." Ah, okay. FĂșr sie ist die Welt einfach...solange sie bleiben kann ist sie zufrieden. Der Koch und ich waren wieder allein, wir kĂșmmerten uns um die Essen und das Allernotwendigste und ansonsten wurde ich mit Papierkram eingedeckt. Dazu die Familie der neuen Dame mit all ihren Fragen und Anliegen, die Tochter der verstorbenen Dame mit Redebedarf ausserhalb aller FormalitĂĄten und die DachExpertin mit dem neuen Urenkel, den sie letzte Woche sah und dessen Fortschritte sie tĂĄglich berichtet. Eine Dame kam aus dem Krankenhaus, sie hat nun Pfleger von denen sie nicht begeistert war, eine andere Dame war noch dort nachdem sie mit einem tauben Arm aufgewacht war eines Morgens. Ein Herr sagte er warte auf seinen Arzt um zu sehen, ob er nach Irland fahren kĂłnne Ende der Woche. Obwohl er nichts trinken kĂłnne mit Antibiotika im System. Such a shame. Dort fiele mir etwas anderes ein als zu bechern...jedem das Seine. Ich buchte die restlichen Kollegen fĂșr die "True Compliance"-Fortbildung, die laut Area Managerin jede/r machen solle, obwohl drĂșbersteht dass sie fĂșr Manager und Housing Officers sei. Mal wieder klar wie KlossbrĂșhe.
Mittwoch, trocken, sonnig, 11 Grad. Das Auto kam zum dritten Mal in die Werkstatt. Der Mechaniker sagte am Telefon dass er versuchen werde, dieses Mal etwas zu finden...ich bin mir nicht sicher dass das soherum ablaufen sollte đ Die Springerkraft vom Wochenende war in der Arbeit als Assistentin, das traf sich hervorraged, da sie nun live und in Farbe miterleben konnte was uns von einer der Firmen geliefert wurde - die doppelte Menge an GemĂșse die bestellt wurde, braunes Brot statt weisses und es fehlten Dinge vĂłllig...nein, es liegt nicht an mir! :D Ich bekam drei Rechnungen von ihnen fĂșr denselben Tag. Kollegin Nr2 war in der Arbeit fĂșr eine Fortbildung und las sich davor und danach gleich den Berg neuer policies durch, die den zweiten Schreibtisch belagern. Da sie einen Tag zuwenig Urlaubsanspruch Ășbrig hatte fĂșr den gestaffelten Wiedereinstieg in die Arbeit ging sich das gut aus, ich musste nur drei Stunden Gehalt "abziehen" diesen Monat. Und sie bekam die drei Tage fĂșr die Hochzeit ihrer jĂșngsten Tochter frei Ende des Monats. Ab 1. April hat sie dann den neuen Urlaubsanspruch fĂșr 2026/2027. Die Springerkraft fragte nach einigen Dingen Ășber den Hub, fĂșr andere Kolleginnen in zwei StĂĄdten die temporĂĄre VertrĂĄge haben bis Ende MĂĄrz. Wie meine Kollegin mir verriet wĂĄren unsere Stellen in Gefahr gewesen, hĂĄtten wir uns nicht fĂșr den Topjob beworben. Dachte ich mir schon, deshalb hatten wir einen game plan...
Donnerstag, leichter Niesel, 13 Grad. Ich arbeitete mich durch meine Checks und andere Listen durch, die Kollegin Nr.2 nahm derweil den industriellen Sauger auseinander, weil er immer noch Warnlichter zeigte. Dazu googelte sie erst die Gebrauchsanweisung - wie gut dass sie mich hat, der ist nĂĄmlich "Made in Germany" :D Sie suchte erst nach Norfisk Ersatzteilen, bis ich sie daran erinnerte dass das ein SEBO ist. Sie setzte ihn wieder zusammen und stellte ihn beiseite, weil sie als nĂĄchstes den Filter der Elektrolux auf der Liste hatte, den sie ebenfalls auseinandernahm. Das sei das Einzige wofĂșr sie ihrem Vater dankbar sei, dass er sie mit Werkzeug grossgezogen habe. Sie hat ihre GrĂșnde fĂșr diese Aussage, das will ich nicht nĂĄher erlĂĄutern...Sie las nebenbei auch die letzten policies, damit wir das ausgefĂșllte Formular bald scannen konnten - fehlt nur noch der Koch. Am Nachmittag versammelten sich die Damen in der Lounge, denn unsere zwei EinsatzwĂĄgen der Feuerwehr trafen ein und zig schwarzbekleidete grossgewachsene Herren aller Altersgruppen kletterten heraus...Mensch, waren die alle gross! Wir kamen uns vor wie Zwerge...der neue Commander sah sich dann auch mit den Meisten das ganze GebĂĄude an weil er es noch nicht kannte, und stellte Fragen fĂșr den Ernstfall wĂĄhrend zwei von ihnen die Damen unterhielten. So traf sich das doch gut, denn er hatte uns bis dahin nicht auf dem Schirm - wie die meisten Einwohner hier wissen nur die Wenigsten, dass es uns gibt...Daheim beendete ich den langen Schal aus Shetland Chunky, von der ich nur zwei rosa KnĂĄuel hatte.
Freitag, erst neblig dann Sonne, 9 Grad. Ich hatte Vieles vorzubereiten fĂșr die Kollegin in der kommenden Woche, doch zuerst wartete Milch vor der TĂșr und mein Laser-Thermometer in der Schreibtischschublade. Die Springerkraft am Wochenende hatte das verrĂĄumt weil es ihr drittes Auge blockiere...das sollte nicht in die NĂĄhe ihres dritten Auges kommen wenn es dazu verwendet wird wofĂșr es gedacht war...nun horde ich es im BĂșro. Ich schrieb auf, was alles zu einer Aufgabe dazugehĂłrt in unserem Service - darĂșber denke ich normalerweise gar nicht nach weil ich es gewĂłhnt bin, aber wo sie mir einen handover mit drei Punkten gab schrieb ich eine email so lang wie mein Unterarm mit allem, was sie in diesen drei Tagen zu tun haben wird. Und druckte Beispielsexemplare aus fĂșr unsere spreadsheets fĂșr Finance mit ErlĂĄuterungen wie die auszufĂșllen sind und was alles sie dann sonst noch tun muss. 5 Seiten allein dafĂșr, eine Liste mit Fragen, die wir klĂĄren mĂșssen und dann noch alles andere nebenbei. Das ist der Unterschied zwischen unseren Einrichtungen - ihre Lernkurve ist definitiv steiler als ihr vorher klar war :D Zumal sie sie direkt in die Zeit werfen in der unsere Bestellungen erledigt werden mĂșssen. Was ein ganz eigenes Problem ist. Die Hauptbestellung schickte ich durch, alles andere kann zusĂĄtzlich telefonisch dazubestellt werden in der kommenden Woche. Ich werde im Gegensatz dazu eine ruhige Kugel schieben in der anderen Einrichtung...abgesehen davon dass sie mich bat, die nun ebenfalls zu organisieren.
Nach dem Kaffee sehe ich mir an, was ich mit der feinen Malabrigo Silkpaka anfangen werde - vielleicht packe ich erstmals meinen Yarnwinder aus dafĂșr.









































