Saturday, 28 February 2026

The week that was

 


Samstag, regnerisch, 10 Grad. Am Morgen war das Auto in der Werkstatt wegen eines Geráusches, das den Mann paranoid machte. Die Werkstatt rief an und sagte, sie kónnten kein Geráusch hóren, nur der Auspuff brauche vielleicht ein kleines Teil damit er nicht am Rahmen rattle, das sei das einzige was sie sich denken kónnten. Sie bestellten das Teil, brachten es an und fragten nach £20.00.  Gut? Von wegen - nun musste das Auto am Montag in eine andere Werkstatt um zu sehen, ob die ein Geráusch hórten...das Tochterkind war auch nicht erreichbar fúr Taxidienste da in der Arbeit. Das lief nicht so wie er sich das vorgestellt hatte...Am Mittag brachen wir dann zur úblichen Tour auf, greasy spoon und Einkáufe, dann Apotheke  und dieses Mal auch Supermarkt und TK Maxx. Ich benótigte neue Basics die dort bleiben wo sie sollen wenn ich sie anziehe...das wurde zunehmend schwieriger. Oder abnehmend schwieriger? :D Die ganze Zeit hing im Hintergrund dieses Damoklesschwert úber mir, die Antwort, die mir am Montag oder Dienstag mitgeteilt wúrde. Die erste Reaktion wáre vielleicht "Aww f....". Der Mann sagte, ich músse das ja nicht annehmen wenn sie es mir antrúgen, aber dann wúrden sie sich zurecht fragen warum sie gerade der Kollegin den anderen Bescheid gegeben hátten. Nach dem Motto "Die Geister die ich rief..." Ich widmete den Abend dem Fusselmonster damit ich die Wolle loswurde, das war mittlerweile der einzige Grund das Ding zu beenden.

Sonntag, regnerisch, 10 Grad. Nach langer Strecke legte ich endlich das haarige Ungetúm beiseite und entfusselte mich und den Tisch grúndlich. Nichtmal als Teppich wúrde ich das nehmen :D Mollig warm, ohne Frage, aber die Beilage zu jeder Mahlzeit wáren Flusen. Am Nachmittag fragte der Mann ob ich ins Cafe wolle - sein neuer Favorit war das in der Nachbarstadt in der ehemaligen Bank oder so. Die Kuchen dort seien lecker. Er sieht das offensichtlich ófters von innen...besser als daheimsitzen an einem Nieselsonntag war es allemal, also machten wir uns auf den Umweg - die Strasse war gesperrt und ein Mann sammelte gerde erst die Hútchen ein als wir an der Kreuzung ankamen, von der an gesperrt war. Hátte er uns nicht durchgelassen wáre das eine Fahrt mit der Kirche ums Dorf geworden. So kamen wir relativ ungehindert zu einem Iced Pistacchio Latte mit soviel Pistaziensirup unten im Becher dass es aussah wie Gras. Auf dem grossen Bildschirm zeigten sie an diesem Tag zu dieser Stunde die olympischen Winterspiele, námlich die Vierer-Bobs in Cortina. Das erste Mal dass ich olympische Spiele irgendwelcher Art sah in vielen Jahren...muss ich nicht gesehen haben. Direkt gegenúber des Cafes ist ein Co-op, den suchte ich nach Vitaminen ab. Das ist eine der wenigen Regeln, die sie mir mit dem Medikament auf den Weg gaben: Multivitamine, Protein und viel Flússigkeit. Es fanden sich nur welche zum Kauen - das kommt mir immer nicht "richtig" vor...




Montag, regnerisch, 10 Grad. Ich hatte die beste Nachricht des bisherigen Jahres - das "Aww f..." blieb mir erspart :D Der Hub-Facilitator klang fast enttáuscht, weiss der Himmel warum, ich hatte nicht das Geringste vorbereitet fúr das Gesprách, aus guten Grúnden. Von daher war ich erstaunt dass so wenige Punkte zwischen der Kollegin und mir lagen. Kollegin Nr.2 sagte vorher: "Die wollen dass Du das tust!" weil ich den Essenservice in allen Lebenslagen kenne - errr, hell no. Nochmal gutgegangen. Die Einrichtung war der reinste Bienenstock an diesem Morgen, zig Leute in der Búrotúr, die neue Dame unterschrieb ihren Mietvertrag, die Familie nahm die Schlússel mit, eine andere Dame bekam Sauerstoff geliefert, wieder eine andere hatte einen seltsamen Alarm, der von ihrer Unit an der Wand káme...ich sah mir das an und testete die und damit war nichts im Argen: Das Gepiepe kam vom Wecker,  der auf dem Tisch stand. Die Kollegin rief an und sagte dasselbe - sie wolle die Facilitators und Co endlich aus den Haaren haben, wir werden das so einrichten wie es uns passt. Ob ich ihr Búro organisieren kónne 😂Das passiert ganz von selbst wenn ich zwei Tage die Woche dort arbeiten werde. Scheinbar hatten die neue Kollegin und die Springerkraft ihre Tochter (die fúr mich arbeitet) dazu verleitet, ihnen zu bestátigen dass die Gespráche stattgefunden hatten. Etwas das uns aufgetragen wurde niemandem zu sagen...sie war wenig begeistert vom Gedanken dass ihre Tochter von zwei erwachsenen Frauen manipuliert wurde - da muss ich ihr recht geben.

Dienstag, regnerisch, 10 Grad. Ich ráumte mich durch meine Schreibtischschubladen in der Arbeit, da waren Dinge drin die niemand sonst etwas angehen. Die nahm ich heim, einen ganzen Stapel fútterte ich dem Shredder und anderes wurde abgeheftet und archiviert. Zwei Schachteln voll "Archiv" sollten in den Abstellraum, weil wir das 2 Jahre aufbewahren mússen. Bei der Gelegenheit war auch der Schrank im Búro wieder fállig, in dem sich einiges angesammelt hatte. Der Catering Manager kam und sah sich unseren Papierkram an, fragte nach dem Standard des Kochs, unterhielt sich mit dem Agenturkoch und den Damen in der Lounge: Alles paletti. Die Kollegin rief an mit Plánen, weil die Area Managerin alle Einrichtungen in ihrem Patch per email informierte, wer welchen Job haben wird in unserem Hub - nachdem sie uns zur Verschwiegenheit verpflichtet hatten, da die Bewohner keine Ahnung davon haben was da hinter den Kulissen im Gange ist...ihr sollte klar sein, dass die Springerkraft vom Wochenende auch in einer anderen Einrichtung arbeitet: Mal wieder zwei Paar Stiefel hier. Und das, nachdem die Kollegin ihr sagte was diese Springerkraft und die neue Kollegin mit ihrer Tochter trieben am Sonntag. Bin ich froh dass sich in Zukunft die Kollegin mit ihr arrangieren muss! Da sie die Hálfte derer Aufgaben úbernehmen soll (ich weiss warum ich die Stelle nicht wollte ;) ). 




Mittwoch, trocken, 10 Grad. Eine Lieferung wartete wie immer vor der Búrotúr, die andere traf am Vormittag ein. Das sollte reichen fúr den Rest des Monats. Ich war angenehm úberrascht von der Effizienz des Agenturkochs, der seine gefrorenen Chops vom letzten Mal auftaute statt die neue gefrorene Packung zu óffnen. Die Springerkraft hat vier Packungen Yorkshire Puddings offen weil sie jedes Mal die neueste volle Packung aufreisst...sie ist die einzige, die die am Sonntag verwendet. Ich ráumte den Búroschrank aus. Vieles davon sollte ins hintere Búro, aber da die Gástewohnung gebucht war muss das warten bís zum Montag. Bis dahin steht es unter dem Schreibtisch. Bei Gelegenheit wollte ich auch all unser Extra-Geschirr und Besteck in einem Raum zusammensammeln, bislang ist das auf drei verschiedene verteilt. Wenn dann einst eine dritte Person in den Ráumlichkeiten zugange sein wird ist das einfacher. Die Bewohner sassen in der Lounge fúr einen Film auf der grossen Leinwand am Nachmittag, wáhrend ich bunte Fácher zusammenklebte fúr die Curry-Night an Holi. Dazu zwei Rangoli, bunt angemalt, und gelbe Servietten...ich versuchte auch die Feuerwehr anzurufen, da nahm niemand ab. Einmal pro Jahr sollen wir die in die Einrichtung holen fúr Ratschláge, wie die Damen und Herren Feuer vermeiden.

Donnerstag, regnerisch, 10 Grad. Die neuen Vertráge waren in Arbeit, sie fragten nach Details. Und ich fand es schon merkwúrdig, dass die Kollegin nach 25 Jahren im Job und 8 Jahren auf derselben Gehaltsstufe (weil es nicht hóher ging fúr ihren Job) nun lediglich das Geld zurúckbekam das ihr in der Umstrukturierung 2018 gestrichen wurde, wáhrend sie mich gleich in der hóchsten Kategorie meines neuen Jobs einstuften, die mehr bezahlt als ich im Moment bekomme...die Logik dahinter erschliesst sich mir nicht, vermutlich deshalb weil der Essensservice doch mehr beinhaltet als andere Einrichtungen. Und nur ich die Qualifikationen und 12 Jahre Erfahrung dafúr habe :D Ganz abgesehen von dem, was sich bei uns im Laufe der Jahre so zugetragen hat. Dieses Mal antwortete jemand von der Feuerwehr, die ist damit fúr die náchste Woche gebucht. Die Kollegin hatte sie vor Kurzem auch im Gebáude und sagte, sie habe unerwartet viele Damen in der Lounge gehabt dafúr - alle schick herausgeputzt mit frisch frisierten Haaren. Weil sie Feuerwehrmánner sehen wollten, wie sie ihr hinterher verrieten...:D Bei meinen Damen kommt alles an, was den Alltag unterbricht - die neuen Bewohnerinnen sind aktiver als die bisherigen, da tut sich mehr. 




Freitag, sonnig, 11 Grad. Am Morgen fehlte uns ein Koch, Kollegin Nr.2 begann schon das Essen zu planen als er doch auftauchte. Sein erster Zug kam nicht. Das ist immer im Rahmen dessen was wir erwarten...hier kann ein Zug wegen "Laub auf den Gleisen" gestrichen werden. Ich rief die Agentur an, weil sie immer noch keinen Koch fúr mich hatten fúr den Samstag - es sieht so aus als ob ich in der Kúche stehen werde an meinem freien Tag. Kollegin Nr.2 zerlegte gleich mal den industriellen Staubsauger weil der voller krauser Teppichflusen war, die das Rohr blockierten - da ging nichts durch. Und als sie das Mini-Werkzeug-Kit sah, das uns der neue Herr vermacht hatte, war sie glúcklich am Schrauben. Dieser Sebo hat nicht nur zwei Filter, er hat auch zwei Motoren, da ist nichts so wie bei anderen Staubsaugern. Kein Wunder dass die jungen Mádchen nicht wissen/merken, dass der total verstopft war wenn das Rohr frei ist und der Beutel leer. Den Nachmittag verbrachten der Koch und ich dann allein. Wir hatten Besuch von einem Vater und Sohn, die sich unsere Einrichtung ansehen wollten, bekamen eine Lieferung und den ersten der zwei "dicken Umschláge" fúr die Bewohner mit den Briefen, die ihnen die Hiobsbotschaft mitteilen werden...ein Satz wird ihnen nicht gefallen - dass wir in Zukunft nicht so oft anwesend sein werden wie bislang. Weil in der anderen Einrichtung.

Nach dem Kaffee gehe ich in die Arbeit...weil das immer das genaue Gegenteil ist: Ich bin ófter/lánger dort als bislang...