Saturday, 14 March 2026

The week that was

 


Samstag, trocken, 9 Grad. Ich strickte meinen klassisch gestreiften Schal zuende und schlug Mittens dazu an, wáhrend meine Wásche durch die Maschine lief. Die dauerte 3 1/2 Stunden, da blieb genúgend Zeit um den zweiten Pulswármer anzufangen bevor der Mann aus dem Haus drángelte. Im Greasy spoon war was los, úberall Familien und áltere Paare, die die Gánge blockierten - viele sprachen mit englischem Akzent, ich fragte mich ob sie wie die Heuschrecken eingefallen waren weil dort Ferien sind? Normalerweise ist es dort selbst an einem Samstagnachmittag nicht derart úberlaufen. Wir bekamen mit Glúck einen Tisch im Cafe, aber danach suchte ich schnell das Weite...Der náchste Punkt war wie immer die Apotheke, aber auf dem Rúckweg bog ich in ein Gescháft ab und kaufte mir einen Lammswoll-Cardi fúr's Haus. Der Mann sitzt úblicherweise im Wollpulli und Fleecedecke herum wáhrend ich friere und wundert sich dass ich es kalt finde in der zugigen Ecke zwischen Gartentúr und unbeheizter Kúche. Die hat keinen Heizkórper. In den Supermarkt musste ich auch auf der Suche nach Guinness fúr die Arbeit - jedes Jahr um St. Patrick's Day wieder. Und jedes Mal ein Vierpack, dabei brauchen wir nur eine Dose. Dieses Jahr sperre ich die anderen drei ins hintere Búro, die halten sich doch wohl. Wenn nicht, geben wir sie den Herren zum Trinken. Abends kamen A und das Tocterkind vorbei, weil sie in der Náhe waren. Der Mann berichtete von seiner Werkstattsaga und erwáhnte dabei, wie merkwúrdig die Sache wurde - offenbar fuhr er mit dem Mechaniker durch die Gegend, weil der das Geráusch nicht hóren konnte. Nur dass der gute Mann dabei im Kofferraum lag...ich malte mir in Gedanken eine Polizeikontrolle aus mit einem Mann im Kofferraum..."He wasn't tied up though!" 😂

Sonntag, sonnig, 9 Grad. Der Mann fragte, ob wir die Schwiegermutter mitnáhmen. Ihr ist zur Zeit wieder die ganze Zeit schwindlig, daher braucht sie Begleitung um das Haus zu verlassen und sie war zu dem Zeitpunkt eine Woche nicht mehr draussen gewesen. Er wollte nach Falkirk und sie stimmte zu. Also fuhren wir bei ihr vorbei und holten sie ab. Der Arzt sprach von Blutdruck, ihr war bereits eine Balance-Klasse verordnet worden, aber die half nur vorúbergehend. Nun wurden Bluttests und andere Untersuchungen veranlasst. Daher konnte sie nur begrenzt "herumwandern"...das war immer die Lósung des Mannes wenn den Kindern die Decke auf den Kopf fiel: Wohinfahren, einmal im Kreis "herumwandern" und wieder heim drángeln. Seine Mutter steht nicht dafúr :D Sein bevorzugtes Cafe war unverhofft geschlossen, deshalb kehrten wir nebenan ein - und staunten nicht schlecht úber deren Kuchentheke...nebst anderen Speisen, die sie frisch zubereiteten. Glutenfrei und vegan wurden ebenfalls nicht vergessen. Sie mochte deren Kaffee, was in seinem Favoriten offenbar nicht schmeckte. Und danach wollte sie Geld abheben und in der Apotheke vorbei. Dort war noch alles in Ordnung, aber am Geldautomaten sagte sie sie habe ihren Geldbeutel im Cafe liegenlassen...der Mann ging zurúck und fragte nach, ohne Erfolg, also rief er die Bank an um die Karte zu sperren. Er diskutierte mit dem Mann am anderen Ende hin und her, stresste seine Mutter mit Fragen, die ohnehin schon nicht gut drauf war und bekam genervt von ihrem Handy. Ich musste ihn daran erinnern dass er genau fúr solche Fálle eine Vormundschaft hat. Die Karte war erfolgreich gesperrt - und? Genau: Sie fand den Geldbeutel in ihrer Tasche...merke: Wer ruhig bleibt und sie erstmal die Tasche leeren lásst um sicherzugehen spart sich all das.




Montag, regnerisch, 9 Grad. Die Area Managerin hatte die Kollegin in den Essensservice beordert (weil sie da jede Menge zu lernen hat), also arbeitete ich in der Schwestereinrichtung, damit die Bewohner sich dort an mich gewóhnten. Das Búro dort ist klein und voll, úberall Zettel und Ordner und alles quillt úber, aber ich kann noch nichts anfassen und ausmisten weil sie noch nicht alles geschreddert hat was sie nicht mehr braucht. Ich bescháftigte mich daher mit dem grossen Korkboard am Eingang, an dem ebenfalls die wilde Zettelwirtschaft herrschte...wer da noch was fand war die Frage. Ich ordnete erstmal, damit das úbersichtlicher wurde...alles Wichtige zusammen, alles dreifache entfernt. Ich werde das auch noch in Kategorien einteilen. Die Oldies sind úberfordert mit so einem Chaos. Am Vormittag fand dann das Meeting fúr die Bewohner statt, in dem sie erfuhren was es mit dem Hub auf sich hat. Der Facilitator sagte etwas eigenartiges: Wenn das Modell hier nicht funktioniere und jemand nicht táte was sie erwarteten wúrde das lokal geándert...nicht etwas, was ich in so einem Meeting gesagt hátte (er wollte scheinbar doch, dass ich den Job nehme weil ich den Service bereits 12 Jahre kenne, aber das erweckt nicht gerade Vertrauen in die Kollegin?). Ich druckte aus was ich dort nicht fand, die ganzen Ordner sollten mal durchgeforstet werden und aktualisiert wenn die Assistentin kommentiert dass nun wenigstens der Subfolder nicht mehr so ein Sauladen sei...die Gótter erhórten mich und gaben mir einen Notfall, ein Leck in einem Schrank aus dem oberen Stockwerk - endlich etwas zu tun :D 

Dienstag, regnerisch, 7 Grad. Der Wind wurde kráftiger, scheinbar war ein Sturm auf dem Weg, den die Briten gerne "Dame Judy Drench" getauft hátten - oder die Schotten "Stormy McStormface". Sowas fragt man hier gar nicht erst :D Die Erzengel waren im Gebáude, sie bringen Sensoren an in einigen Wohnungen um Bewegung, Feuchtigkeit, Temperaturen und einiges anderes zu messen. Die Kollegin dort fragte warum, und ich erklárte ihr dass das mit einem Fall zusammenhángt von letztem Jahr, in dem ein Bewohner einer der Amenity-Bungalows erst nach einiger Zeit gefunden wurde...nicht dass sie das laut sagen wúrden, aber es hat Grúnde dass sie Bewegungs-Sensoren anbringen wollen und diesen Kunden Zugang zu Managern an Wochenenden fúr Notfálle geben mit den neuen Hubs - Amenity haben keine eigenen Manager, weil die Háuser halb den Bewohnern gehóren, das Modell ist etwas anders. Ich hatte eine Dame im Búro, die nach dem Stand ihres Antrags fragte - ich erkannte sie als die Klientin des Mannes, deren Antrag ich selbst ausgefúllt und eingereicht hatte, konnte das aber natúrlich nicht sagen. Sie brauchte an diesem Tag ein Ohr. Nebenbei organisierte ich den Essenservice von der Schwestereinrichtung aus, wie das so ist...die UnFreiwillige versuchte prompt wieder ihre Spielchen, sie werde ihre Afternoon Teas wieder starten Im April, mit Sandwiches etc., verkúndete sie den Damen in der Lounge mit der Kollegin anwesend. Ich warnte sie dass sie das jetzt unterbinden músse, sonst wúrde sie testen wie weit sie gehen kónne und das war alles bereits ad acta gelegt letztes Jahr. Der Catering Manager schickte dann auch die email von damals wieder, das gelte alles nach wie vor.




Mittwoch, regnerisch, stúrmisch, 7 Grad. Ich ging nach einer beinahe schlaflosen Nacht in die Arbeit und lebte den Tag úber von Kaffee und Suppe. An diesem Tag fand ein Treffen statt mit Bewohnern der Cottages úber Hitzepumpen, die die Storage Heaters ersetzen sollen. Die erste wird in einem der Cottages installiert náchste Woche, als Versuch ob das geeignet ist fúr diese Einrichtung. Der "Net Zero and Sustainability Officer" aus dem HQ wurde erwartet dafúr. Ja, wir haben sowas :D Und sie mússen darúber nachdenken, wie sie die álteren Einrichtungen in Zukunft heizen wollen. Der Gártner war ebenfalls an der Búrotúr, úberrascht mich zu sehen. Da konnte ich gleich fragen ob er Wildblumen an unseren Hángen sáhen kónnte damit die Bewohner im Erdgeschoss auf der Seite einen etwas bunteren Anblick haben als verwildertes Gras. Nach einer Scheibe Holz sieht er sich nun auch um fúr uns. Ich folgte der Kollegin dort auf den Spuren, wáhrend sie die Checks erledigte und arbeitete an der neuen Rota fúr die Aufgaben dort. Die Kollegin will sie auf dieselbe Weise organisiert haben wie unsere, auch das Colour-Coding fúr verschiedene Putzbereiche soll dasselbe sein, weshalb ich mir ihres náher ansah. Das Organisieren ihres Búros begann ich mit dem Computer und ordnete all ihre Files in verschiedene Folder fúr leichteren Zugriff. Bislang hatte sie die alle in einer Liste. Nebenbei kamen auch verschiedene Damen an die Túr...

Donnerstag, regnerisch, 7 Grad. Der Wind heulte nach wie vor um die Háuser, gelbe Wetterwarnung fúr Wind. Mein Magen war noch etwas schmerzhaft, ich warf abwechselnd Medikamente und Schmerzmittel ein. An diesem Morgen steuerte ich die "eigene" Einrichtung an - was so nicht mehr stimmt, beide sind nun "meine" Einrichtungen, wie ich einem Herrn erklárte der von meiner in diese umgezogen war. Diesen Spagat muss mein Hirn nach 12 Jahren erst noch vollziehen...im Moment war das alles noch so eine unbekannte Sache, weil noch keine Routine oder Rota festgelegt, daher dauert es noch eine Weile bis sich das Gefúhl legt. Die Kollegin fuhr der UnFreiwilligen bereits in die Parade mit dem Satz, dass ich nach wie vor diese Einrichtung leite - "and her face fell" 😁 Klar, weil ich ihre Tricks kenne und sie damit nicht durchkommt. Eine Dame kam dann auch ins Búro und fragte wie sie den anderen Bewohnern mitteile dass sie Unterhaltung gebucht hátten fúr den Samstag. So tut frau das, nicht einfach als geschaffene Tatsache. Eine frúhere Pflegerin kam auch vorbei, die eine Aufgabe suchte nach der Rente, ob sie jemanden befreunden kónne - klar, sie hat die Ausbildung und das polizeiliche Fúhrungszeugnis dafúr. HR hat mir nie eine Antwort gegeben ob sie dafúr noch eine Prozedur haben. Demnach legen wir das nun in die Hánde der Familien. 




Freitag, regnerisch und sonnig in stetem Wechsel, morgens gar Schneeregen, 9 Grad. Ich nahm all die Sachen fúr St. Patrick's Day mit in die Arbeit fúr den Koch. Ich hatte ihm bereits zwei Origami-Heuschrecken gefaltet fúr die Deko und Kleeblátter ausgeschnitten. Der Rest der Deko ist in einem der Wandschránke. Kollegin Nr.2 amúsierte sich úber die UnFreiwillige, die die Kleinkinder nun fest im Griff hat - undenkbar dass sie selbst spielen kónnten, sie musste das nun "fúhren". Ihre Tochter wurde am Telefon damit abgespeist dass sie "die Kinder hier" habe, sie kónne nicht mit ihr sprechen. Umrundet von Grannies und Tagesmúttern brauchten sie sie unbedingt um nicht aus dem Ruder zu laufen...okay. Nach dem Mittagessen schaltete ich alle Radios ab, weil wir auf die Familie einer Dame warteten, deren Begrábnis anstand und die von unserer Einrichtung aus ihre letzte Fahrt antrat. Ich musste den Bus scheuchen, der Oldies durch die Stadt fáhrt, weil der Leichenwagen hinter ihnen die Strasse heraufkam - perfektes timing...Wáhrend sie bestattet wurde sah ich mir ihre nun leere Wohnung an um zu sehen, ob alle Reparaturen ausgefúhrt waren - soll heissen, bereit fúr die náchste Person...das ist der Spagat, den wir jedes Mal  vollfúhren, weil jeder Tag ohne Miete zu Buche schlágt fúr den Arbeitgeber. Demnach emailte ich dann auch die Area Managerin um ihr mitzuteilen, dass die Wohnung fertig zur Besichtigung ist und nur einen pullcord ersetzt braucht.

Doch erst Wochenende...Muttertag hier in GB, der den Internationalen Frauentag ersetzen sollte dereinst...

Thursday, 12 March 2026

12 in 12

 


3 Uhr 6 morgens, weil die letzten fast zwei Tage etwas besch....eiden waren, ich hatte in der Nacht davor etwa 2 Stunden Schlaf weil Magenschmerzen, die den ganzen Arbeitstag und diese Nacht anhielten. Ich werfe abwechselnd Medikamente/Schmerzmittel ein und verbrauche Taschentúcher im Schnelldurchlauf, weil all die Unruhe mir natúrlich einen Schnupfen bescherte. Ich kam gestern heim von der Arbeit und legte mich sofort ins Bett und es dauerte etwa 2 Stunden, bis meine Hánde aufgetaut waren...




5 Stunden spáter, Zeit fúr die Arbeit und wenigstens hat sich mein Magen eine Zeitlang entspannt úber Nacht, so dass ich etwas lánger schlafen konnte. Ich bleibe trotzdem vorsichtig mit dem, was ich zu mir nehme. Das dauert erfahrungsgemáss einige Tage bis sich der ganz erholt. Meine Arbeitszeiten haben sich auch wieder geándert mit dem neuen Job, daher gehe ich frúher als bisher.




Doch zuerst will sie ihr Frúhstúck, fúr das sie in mein Bett húpfte zum Schmusen heute morgen. Ich halte mich an Orangensaft, Kaffee und Suppe, wie gehabt...und dann ist es auch schon Zeit loszufahren. Es windet nach wie vor kráftig, wir haben eine gelbe Sturmwarnung bei 7 Grad.




Und dann bin ich eine halbe Stunde frúher in der Arbeit und habe erstmal nachzuholen was liegenblieb, weil ich in der Schwestereinrichtung war Anfang der Woche. Einige meiner Oldies wollten prompt wissen, wo ich es bevorzuge...




Ich sehe all die Dinge, in denen ich meine Managerin erst fortbilden muss...ironisch, ich weiss, sie muss von mir lernen :D Angesichts der Rechnung, die sie an Invoicing gescannt hat kommt die postwendend zu mir zurúck. Ich bekomme eine email von HR, die ich garantiert nicht hátte sehen sollen - sie wird prompt zurúckgerufen, aber nun weiss ich was ich nicht wissen sollte...




Ich versuche mich wieder an Origami, weil der Koch nach Heuschrecken fragte als Dekoration fúr seinen Heuschrecken-Pie als Dessert an St. Patrick's Day. Der besteht essentiell aus Marshmallow-Fluff, Minze und grúner Lebensmittelfarbe. Die ich noch besorgen muss.




Ich bringe meine Spreadsheets auf den neuesten Stand, auch da tat sich nichts in meiner Abwesenheit. Eine steile Lernkurve fúr die neue Koordinatorin...Die Kollegin berichtet dass die andere Dame, die sich gern úber die jungen Mitarbeiter auslásst, ebenfalls nicht richtig putze - klingt ungefáhr richtig...




Ich schalte das Arbeitshandy aus an Schichtende - und bin bereits wieder spát dran, wie úblich. Und noch nicht fertig fúr heute, weil der Supermarkt auf der to-do-Liste steht.




Die erste Anlaufstelle hatte nicht das was ich suchte, daher steuern wir einen weiteren Supermarkt auf dem Heimweg an. Wo ich drei von vier Dingen finde, denn ich brauche auch ein veganes glutenfreies Dessert fúr eine Dame. Sie zahlt dasselbe wie all die anderen, da sollten wir ihr auch etwas anbieten.




Die Ausbeute, die sich zum Guinness dazugesellt fúr die Arbeit morgen. Das Lamm und die Steaks kamen bereits gestern vom Metzger. Ich teile die Marshmallows, die weissen ins Tópfchen, die rosafarbenen ins Krópfchen...ich fand keine Jumbo-Packung der weissen.




Den Feierabend verbringe ich mit diesem Stúck. Zu dem mir die Wolle ausgeht...entweder bleibt er assymmetrisch oder ich suche nach einem weiteren Knáuel in diesem Lila, aber bis dahin sehe ich wie weit ich komme.




Fúr mein Abendessen schneide ich mir eine Scheibe von einer meiner Damen ab - leicht und besser fúr den Magen. Sie lebt wieder von Eierspeisen dieser Tage. Wir verdoppeln unsere Bestellung weil sie allein schon die Hálfte eines 30er-Kartons isst in einer Woche...

Wie jeden Monat sehen wir uns bei Caro.

Fire and Ice

 











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