Samstag, sonnig, 13 Grad. Nachdem ich in der Nacht davor die schwarze Yakwolle sechsmal geribbelt hatte und das Muster stattdessen in blauer Yakwolle angefangen weil ich es da wenigstens sehen konnte, sass ich morgens am Tisch und úberlegte ob es eine gute Idee wáre, mir Karten fúr die "Glasgow School of Yarn" zu kaufen, das Wollfestival in der Briggait dieses Wochenende. Wie das so ist wenn der Mensch plant und Gott lacht...stattdessen antwortete der Mann einem Anruf und wir verbrachten den Morgen damit, diesem Gefáhrt zu folgen. Die Schwiegermutter war gefallen und konnte nicht wieder aufstehen. Noch im Auto legte ich das Protokoll aus fúr ihren Sohn - kann sie sich selbst helfen darf er unterstútzen, kann sie es nicht rufen wir die Ambaileance. Ich sah schon von der Túr aus auf den ersten Blick Blut am Hinterkopf, sie hatte sich also den Kopf angeschlagen und damit warteten wir ohnehin auf Ali und Bob, die sie sich ansahen und dann mitnahmen. Im Krankenhaus wartete sie etwa drei Stunden in der Notaufnahme und wurde langsam restlos, bis wir ihr erklárten dass sie sie unter Beobachtung hátten fúr den Fall einer Gehirnerschútterung, daher die Schale, die sie ihr gereicht hatten. Die junge Árztin, die sie danach untersuchte, war sehr grúndlich, fragte auch nach ihrer Situation daheim und ob sie Hilfe habe etc. Die Schwágerin hatte einen Úbernachtungsbesuch bei einer Schulfreundin frúhzeitig beendet und war auf dem Weg, um stattdessen bei ihr zu úbernachten. Ausser der Kopfwunde, die zugeklebt wurde, und einem Bluterguss am Rúcken kam sie glimpflich davon. Wir schafften es gerade noch so, das Tochterkind von der Arbeit abzuholen und nach Falkirk zu bringen, wo sie mit A "Hocus Pocus" in Callendar Park anschauen ging...
Sonntag, bedeckt, 11 Grad. Die Schwágerin beschloss, lánger zu bleiben weil die Schwiegermutter nun kaum aufstehen konnte Dank Prellung. Wenigstens bekommt sie so ihr Essen gekocht und muss sich nicht rúhren. Ich hatte die Liste vom Vortag nachzuholen und endete etwas widerwillig im Greasy spoon. Ich habe den so langsam úber, aber der Mann will seine Kanne Tee fúr £1.-, da ist er Schotte. Und weil er das Brot vergessen hatte streiften wir auch noch den deutschen Discounter nebendran, bevor er in die Stadt fuhr weil es erst frúher Nachmittag war. Dort schlich er um ein gelbes Sofa in L-Form, das in unserem Wohnzimmer keinen Platz hátte. Ich nutzte die Gelegenheit und sah mich nach Klamotten fúr den Jungen um, die ich ihm einpacken kann. Zwei T-Shirts spáter fragte der Mann ob ich einen Kaffee wolle oder etwas zu essen - nein, keine Lust. Daheim wartete der Mara-Schal von Audrey Borrego auf Fertigstellung, gefúhlt verplemperte ich genug Zeit damit den etwa siebenmal neu azufangen. Der Beginn in schwarzer Wolle an einem Abend war ein Fehler, dafúr braucht es Tageslicht. Der zweite Start in Blau war auch nicht geradlinig, die Charts dafúr sind auf den ersten Blick nicht einfach zu lesen. Ihre Repeats sind rot markiert, aber von Anfang bis Ende dieselben, weshalb ich nicht verstehe, warum sie das in vier verschiedene Teile zerlegt hat.
Montag, bedeckt, 11 Grad. 12 in 12.
Dienstag, wechselhaft, 16 Grad. Tag 2 mit nur dem Koch, aber HR emailte dass eine der neuen Kolleginnen geklárt sei und anfangen kónne. Ich rief sie an und gab ihr das Startdatum am Sonntag mit der Koordinatorin. Am Montag will sie mir die Einweisung úberlassen. Ich druckte die Workbooks aus, die wir abhaken mússen, fúr alle drei Neustarts. Ich rief das Customer Contact Centre an weil seit Freitag eine Notreparatur ausstand und die Dame kein Heisswasser hatte. Die Koordinatorin emailte mir weil die ehemalige Kóchin - nun im Customer Contact Centre - sich bei der Area Managerin úber die Dame beklagt habe, weil sie nicht begeistert war von ihrem Service...wenn sie ihren úblichen Ton anschlug war sie mit der Dame an der falschen Addresse :D Die Koordinatorin sah das genauso, sie habe ein gutes Recht sich úber 5 Tage zu beschweren. Genaugenommen schulden sie ihr Entschádigung fúr den Verzug, der monetáren Variante...da lehnt sie sich besser nicht so weit aus dem Fenster. Ich hatte meine Anweisung, nichts zu sagen/tun, weil wir kordial mit der Dame auskommen und es dabei belassen wollen. Der Ingenieur kam recht schnell nach dem dritten Anruf in zwei Tagen (😕) und ich ging mit ihm. Ich liess ihn erkláren wie wir den Druck ihres Boilers regulieren kónnen fúr den náchsten Notfall, damit das nicht so elend dauert. Sie war zufrieden dass es schnell ging und erledigt war, bedankte sich per email und gut war's...Nach soviel Drama waren das 10 Minuten, ihre Pflegerinnen waren noch nichtmal fertig mit ihren Aufgaben - wir gingen vor ihnen wieder. Sie liess ihn nicht in die andere Hálfte des Bungalows um die Heizkórper zu testen, aber solange es funktionierte...
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| Da schau her - die flimsige Billigkopie des Sofieschals von "Elle" fúr £8.- |
Mittwoch, wechselhaft, 16 Grad. Ich telefonierte mit der neuen Kollegin, emailte HR und IT und fúllte Formulare aus, damit die neue Springerkraft offiziell rekrutiert werden konnte. Die Area Managerin fragte zum dritten Mal, welches Risk Assessment HR dafúr haben wollte und von wem - sie versuchte das wie gehabt auf die Koordinatorin abzuwálzen, aber HR machte deutlich dass das ihr eigener Job sei. Einen Tag vor ihrem Urlaub musste sie daher selbst etwas tun. Eine Dame kam und fragte was sie tun solle um einen Wet Room installiert zu bekommen, mit den Worten dass ich das wússte und dass sie mir trauen kónne (ihre Betonung). Im Gegensatz zu wem? Mitunter sind sie schon eigenartig drauf. Was kann ich sagen. Ich zog die ersten Hallowe'en-Dekorationen aus dem Schrank und staunte wieder einmal, wie das Hirn zweier frúherer Mitarbeiterinnen mit OCD funktionierte - aus den Augen, aus dem Sinn? Die Lichterketten wurden mitsamt der Batterien in den Schrank gesteckt, die angefangen hatten auszulaufen, ein Trolley voller Deko wurde einfach in den Wandschrank geschoben und die Túr zugeschlossen. Nun wusste ich auch, wohin der verschwunden war. Die Lichterketten selbst durfte ich entwirren. Man sollte annehmen dass OCD sich darauf erstrecken wúrde, die ordentlich wegzuráumen? Von wegen. Ich schaffte es die ausgelaufenen Batterien zu putzen und die Lichterkette zu retten. So unnótig, das alles verkommen zu lassen nur damit es schnell geht.
Donnerstag, regnerisch, 11 Grad. Die Koordinatorin schickte mich in die eigene Einrichtung, sie hatte checks und Jobs nachzuholen in ihrer. Okay, nur der Koch und ich mal wieder. Ich holte einige checks nach und hakte fast alle ab. Ich hatte die Gástewohnung auf der to-do-Liste, ich wollte die ein Bisschen aufpolieren. Nun warten einige Búcher auf einem Nachttisch, ein extra digitales Radio auf dem anderen und ich fand einen Topf und eine Pfanne fúr die Kúche...die hatte keine, nur vier verschiedene Toaster, warum auch immer. Ende des Monats ist sie gebucht. Property antwortete auf meine email úber das Heisswasser der Dame im Cottage - die sind auch die allerschnellsten...im Gegenzug kamen sie mit einer anderen Anfrage, ob ich etwas mit ihr fúr sie arrangieren kónne. Áhh...sie hatte eine andere Version, die ihr erklárt wurde und wollte selbst texten was sie bereit war an Stórung zu ertragen. Das musste die Firma direkt mit ihr ausmachen. Ich hielt mich dann auch nicht weiter damit auf. Ich testete stattdessen die Pendants der Oldies. Bis auf zwei, da ausser Haus. Ich hatte eine "Big Twist" Twinkle in Lila am Wickel daheim, die lief 340m und dauerte drei Tage. An diesem Abend wurde der Schal endlich fertig und ich nahm die erste Farbkombo der James G.Brett-Wolle aus Dublin aus der Schublade. Die auch áhnlich "ergiebig" aussah, aber die Yarnsmith Sockenwolle fúr Socktober benótigte noch Verstárkung - dieses Mal Merino? Sonst wáren da 2er Nadeln nótig.
Freitag, wechselhaft, 13 Grad. Ich zog erstmals "Marshmallow" Mark II aus dem Schrank, es wurde recht frisch úber Nacht. Fúr den Samstag hatten sie -1 Grad angekúndigt. Fúr mich stand ein 3/4-Tag in der Arbeit an fúr die Bestellungen. Eine der Damen stand plótzlich in der Loungetúr und sagte, dass Fisch am Freitag fúr Katholiken sei - há? Fish & Chips sind fúr jede/n Schotte/in, das kommt nicht mit einer Kirchenzugehórigkeit daher. Wer ihr diesen Unsinn erzáhlt hatte wúrde mich schon interessieren. Wir hatten nun seit Jahren den "Fishy Friday" als Tradition, ohne dass sich je jemand daran gestórt hátte. Oder das religiós beáugt. Es wird garantiert nie langweilig...Ich bereitete den handover fúr das Wochenende vor fúr die Koordinatorin. Am Sonntag ist der erste Arbeitstag der neuen Kollegin, fúr sie brauchte ich das Workbook zur Einfúhrung mit dem Passwort fúr ihre eigene email von IT. Die Koordinatorin plante, sie ins tiefe Wasser zu werfen, sie soll sie durch den Tagesablauf begleiten und sich ansehen, was ihr Job sein wird. All den technischen Kram delegierte sie an mich - also policies und procedures und alles was sie wissen muss. Das wird ganz ungewohnt werden...und C. ist auch ganz scharf auf Úberstunden. Noch viel besser :D Das Wetter war schónster Oktober mit blauem Himmel, Sonnenschein und kalter Luft, daher spazierte ich nach Schichtende gemáchlich zum Einkaufszentrum und zur Bushaltestelle auf dem Heimweg.
Nach dem Kaffee fúhrt unser Weg nach Dunkeld - sofern die Schwiegermutter nicht wieder unverhofft anruft.














































