Sunday, 2 August 2026

Lilalaune

 

Wilde schottische Orchideen




Lila Glasscheiben am Fenster

Lila gut vertreten in der Rohvariante

und in fertigen Stúcken


Lila Vorschau

Designerlila

Pflegendes Lila

Blúhendes Lila

Space Lila

Festliches Lila

Bestrickendes Lila


Beflúgeltes Lila



Street Art Lila


Galaktisches Lila

Gewóhnungsbedúrftiges Lila

Saturday, 1 August 2026

Jahresprojekt - Stashbusting: Juli

 

Den Anfang macht gehortete Sockenwolle aus dem letzten Jahr: Crelando "Verena" (75% Schurwolle Superwash, 25% Polyamid) - 1/2

West Yorkshire Spinners Colour Lab Aran in Classic Cream (96% Wolle, 4% Viskose) - 1/1

Das Projekt - Malabrigo "Silkpaca" Arco Iris (70% Baby Alpaka, 30% Seide) - 1/2
mit Pailetten mitgefúhrt (100% Nylon) - 0.25/1

Nun da das Juliprojekt blockt stelle ich die angefangenen Socken fertig: 100% Acryl - 0.75/1

Hobby Essentials Aran Yarn (100% Acrylic) - 2/2

Ein Rest der West Yorkshire Spinners Classic Cream Schurwolle mit petrolblauer Acrylic - 0.5/1

Rico Design Sockenwolle (75% Schurwolle, 25% Polyamid) - 0.5/2 mit
Drops Kid Silk "Uni colour" in hellgrau (75% Mohair, 25% Seide) - 1/6

Der Rest der Crelando "Verena" in "vanilla" (= langweilig glatt rechts gestrickt), mit der Kid Silk als Zugabe - 1/2 und 1/6

Rico Design Sockenwolle - 0.5/2 und Kid Silk - 1/6

Rico Design Sockenwolle - 0.5/2, mit Kid Mohair - 1/6 und dasselbe in anderen Farben - 0.5/2 und 1/6

Rico Design Sockenwolle - 0.5/1 mit Kid Silk - 1/6

Rico Design Bamboo Rainbow - 0.5/1 mit Kid Silk - 1/6

West Yorkshire Spinners "Signature Sparkle" in Night Sky Silver (75% Wolle, davon 35% Bluefaced Leicester, 23% Nylon, 2% Polyester) - 2/2

Ein Projekt zum Abschluss des Monats - ein Poncho designed von Victoria Mayo fúr "Vogue Knitting" mit passender Wolle, die ich im Stash vorrátig hatte - keine Ahnung was das ist, keine Banderole, kein Aufkleber auf der Packung, aber ich habe 10 Knáuel davon - 6.5/10


Diesen Monat waren es 26 Knáuel Wolle Dank des "mindless knits" am letzten Tag: Zwei Rechtecke, diagonal zusammengenáht und mit iCord gesáumt, 20 Jahre vor petiteknit...und 11 Paar Socken fúr kalte Tage.


The week that was

 

Oran Mor, Schauplatz von "A play, a pie & a pint" - Glasgow 

Samstag, sonnig, windig, 18 Grad - 27 im Auto. Wir waren auf der Autobahn durch Glasgow, begleitet von zehn (!) anthrazitgrauen Minivans fúr A***** Prime Next Day Delivery...die mússen irgendwo in der Náhe von Braehead/Flughafen ihr Depot haben. Einen Teil der Strecke fuhren fúnf von ihnen als Kolonne vor uns her. Bevor ich austúfteln konnte wohin bogen wir ab zum Queen Elizabeth University Hospital, umgangssprachlich als "Death Star" bekannt aufgrund des hell erleuchteten Helipads in der Nacht. Ich suchte ein Zimmer im Neurologischen Institut, das war ein Extragebáude nebendran fúr Patienten der Neurochirurgie. Denn da war sie immer noch, meine Kollegin. Die Operation war demnach ein Erfolg, sie spúre dass diese Stelle besser sei, kann aber nach wie vor kaum sitzen/aufstehen, weil nun der Krebs am Rúckgrat grosse Schmerzen verursacht. Den hátten sie nur Dank des Nanoskops entdeckt. Sie wartete auf die Verlegung in das andere Hauptgebáude, wo sie sich ansehen werden wie sie den Krebs behandeln. Ich verbrachte zwei Stunden mit ihr und sah, was die Schmerzmittel mit ihr machen - sie mussten die ándern weil sie halluzinierte dass ein UFO gelandet sei und die Ausserirdischen sie umbringen wollten (= der erleuchtete Helipad...). Vor der Klinik begegnete uns unser lokaler MSP, der seine sterbende Mutter besuchte. Auf der Rúckfahrt bog der Mann falsch ab  - soll heissen er fuhr geradeaus statt abzubiegen - und wir landeten im Clyde Tunnel. Eine Premiere fúr mich...unter dem River Clyde durch, demnach gings auch steil bergab und wieder bergauf am anderen Ende, sie hatten keinen Platz fúr einen sanften Anstieg. Wir verfuhren uns ein Bisschen in Anniesland und mussten am Ende durch das Westend und quer durch die Stadt. In der Ecke war ich noch nie, ich hatte keine Ahnung dass der Clyde Tunnel so weit entfernt auf der Stadtseite ist.

Sonntag, wechselhaft, 18 Grad. Am Morgen packte ich die restlichen Zutaten fúr das Barbecue ein und machte mich auf den Weg in die Arbeit - fúr Úberstunden. Die Kollegin hat noch keine Erfahrung mit so einer Veranstaltung des Meal Services und wir erwarteten etwa doppelt soviele Gáste wie Bewohner...und gerade zur Zeit des Veranstaltungsbeginns begann es zu regnen. Daher wurde es ein Indoor BBQ, was auch nicht das erste Mal passierte. Wir sind anpassungsfáhig :D Ich half in der Kúche aus, kochte die Hot Dogs mit der deutschen Methode (= steck sie in heisses Wasser zum Aufheizen, sind ja bereits gekocht) und organisierte was zu tun war. Die Kollegin flúchtete durch die Hintertúr aus der Kúche, sie war soviele Leute nicht gewóhnt. Und dann zeigte die neue Kollegin wieder ihr typisches Verhalten bei solchen Gelegenheiten, sie kam und sagte dass zwei Damen verárgert seien weil sie niemand úber das BBQ benachrichtigt hátte. Was vóllig unmóglich war nach drei Briefen und zig Postern im Gebáude. Die Koordinatorin ging postwendend mit ihnen sprechen, und siehe da - so hátten sie das gar nicht gesagt...sie musste wieder Mal einen Spanner in die Werke werfen weil sie aus Versehen etwas tun musste. Sie konnte nicht wie sonst davonflaunzen und sich in der Búcherei verstecken oder am Tisch sitzen und Múlltúten falten...die Koordinatorin stellte sicher dass ihr prompt mitgeteilt wurde dass die Damen kein Problem mit dem BBQ hatten...ihr sei nur aufgetragen worden das mitzuteilen. Aha. Die Interpretation kam von ihr selbst. Die Tochter der einen Dame holte ihr einen Hot Dog und die andere Dame kam und setzte sich dazu an einen der Tische. Einen Herrn vergass sie dagegen vóllig, der machte sich selbst etwas zu essen. Ihr stiess vermutlich auf dass die Koordinatorin ihr morgens schon die Leviten gelesen hatte nachdem sie vor einer Bewohnerin einen Kommentar losliess weil sie an Montagen bis auf Weiteres das Handset nehmen muss - ohne die dritte Managerin ist das nunmal so, die fehlt dann in der Rota...Die Bewohner waren zufrieden, sie nahmen úber £100.- in Spenden ein fúr den Garten und das und ein netter Nachmittag mit Familie und Freunden waren das Ziel.




Montag, wechselhaft, 20 Grad. In der Schwestereinrichtung gab es die Checks zu erledigen. Meine úbliche Routine des Wochenanfangs. Zwei Manner schwirrten durch das Gebáude fúr die "Stock Survey", sie sahen sich den Zustand des Gebáudes und der Wohnungen an. Einer war verwirrt - hier waren die Hausnummern von 1 - 14 Cottages, danach alle geraden Nummern Cottages und alle ungeraden Wohnungen im Hauptgebáude bis zu Nummer 46, danach gibt's nur noch ungerade Nummern, also Wohnungen. Wer das geplant hat weiss der Himmel. Irgendwem leuchtete das offenbar Mal ein, alle anderen Menschen kratzen sich am Kopf...da ist meine Einrichtung noch zahm degegen, da suchen sie nur Nummer 1 und 2, also das ehemalige Manager-Haus und die Gástewohnung. Oder verwechseln Cottage 12 mit Wohnung 12, obwohl die Cottages ihre eigene Adresse haben. Wenn die Postis faul sind bekommt meine Nummer 14 gern die Post der gesamten Strasse. Die wir ihnen beim náchsten Besuch zurúckgeben, demnach erspart ihnen das gar nichts. Sie verwirren einige Damen nur damit. Ich staubsaugte den Eingangsbereich, das war notwendig nach einem Wochenende mit Bingo - allerdings fiel der Fish & Chips Friday offenbar aus, es fanden sich keine Reste in der Múlltonne in der Loungekúche. Ich entschied mich gegen ein weiteres Paar Socken, nachdem ich das aktuelle nach Feierabend beendete (und mir dabei leicht erheitert einen Vlog ansah, in dem eine Frau sich der Herusforderung stellte, in 8 Tagen 2 Paar zu stricken, obwohl sie drei Tage arbeitet - *ráusper* - no comment). Stattdessen zog ich die schwarze Glitzerwolle aus Fort William aus der Schublade, die schon eine Weile in meinem Hinterkopf lebte, als Tuch - obwohl das Sockenwolle wáre.

Dienstag, regnerisch, 22 Grad. In der eigenen Einrichtung gab es nachzuholen was liegenblieb. Ohne Nummer 3 geht das nicht anders. Der Koch nahm sich nun wenigstens einer der Jobs an an Montagen, weil er seine Nummern brauchte fúr das Essen. Die neue Kollegin fragte warum er einige der Checks erledige und er sagte, weil die Koordintorin ihn darum gebeten habe. Sie werde das nicht tun, blablabla...wissen wir. Sie kam zu spát in die Arbeit, entschuldigte sich mit Baustellen und gesperrten Strassen, aber der Koch hatte mir schon verraten dass sie auch am Vortag spáter kam da keine Manager vor Ort. Auch das wissen wir, weil sie jedes Mal dabei erwischt wird...meine Schicht war nur bis 2 Uhr mittags, da tauchte sie besser auf - dies ist meine On-call Woche, in der ich das Wochenende arbeite. Ich befragte den Facilitator, weil mein Urlaubsanspruch nach wie vor nicht korrekt war - ich hatte 11 Tage genommen im September, sie buchten mir 16 Tage ab. Selbst wenn das System die drei freien Tage dazwischen úbersehen hatte, dauern 2 Wochen keine 16 Tage...woher kamen die anderen zwei? Er antwortete etwas schnippisch dass er das ja schon immer gesagt habe dass das angepasst werden músse - doch das war nicht mein Punkt. Ich fragte ihn warum das System eine 8-Tage Woche berechnet. Und warum er das nicht getan hat in den vergangenen Monaten. Die Koordinatorin fiel aus allen Wolken, ihr war das noch gar nicht aufgefallen dass sie uns nun sogar um Urlaubsanspruch besch***** wúrden...




Mittwoch, regnerisch, 22 Grad. Der Tag brachte Hundert Fragen der Koordinatorin úber unsere SDV (Scheme Development Visit), die die Area Managerin nun ihr aufgehalst hatte nebst all ihrer anderen Tickboxen (Ich weiss warum ich den Job nicht wollte 😂), und dabei ereilte mich eine weitere Erkenntnis - ich sah mir alle petty cash claims des Jahres an und stellte fest dass sie und Márz und April nicht zurúckerstattet haben. Was vermutlich die Frage der Area Managerin beantwortet, warum unsere Bilanz nie 0 sei: Weil sie uns Geld schulden. Und lieber uns weissmachen wollen dass wir das Spreadsheet falsch ausfúllen, das das automatisch selbst berechnet und uns jeden Fehler zeigen wúrde, statt ihre eigenen Prozesse anzuschauen. Klardoch. Jede/r an der Frontlinie ist automatisch dumm...Der Lieferant kam mit den 16 Litern Eiscreme, das sollte selbst fúr den Agenturkoch reichen, der es allein auf fast £70.- petty cash brachte in einem Monat, weil er dauernd zum Laden rennt. Statt zu fragen oder nachzuschauen, ob das vorrátig war. Da musste dann die Sprúhsahne her, statt welche zu schlagen. Die Koordinatorin ist nicht ganz glúcklich mit ihm in der Kúche, weil er allerhand mit ihr diskutieren wollte von dem sie noch nichts weiss. Vor den Bewohnern am Tisch. Nein, geht so nicht. Die nahmen dann postwendend an sie bekámen eine neue Kúche. 

Donnerstag, wechselhaft, 18 Grad. Ich traf die Kollegin in deren Einrichtung, weil wir ein meeting mit dem Facilitator hatten úber den Urlaubsanspruch. Das war die Gelegenheit úber einige Dinge zu sprechen, die dringend notwendig waren. Da es quasi uns úberlassen bleibt, diesen Hub am Laufen zu halten minus vierer Kolleginnen. Er tauchte auf und sah sich das Ganze an und stellte fest, dass HR zwar in Self Service alle Feiertage gelóscht hatte, aber im "Hauptsystem" nach wie vor anrechnete, was er vor Wochen bereits geándert haben wollte. Die lóschte er dann selbst, weil wir erst unter drei Kolleginnen besprechen mússen wer wann arbeitet - sofern die dritte im Bunde bei der Stange bleibt. Was da vor sich geht weiss momentan niemand, wir hóren nur Horrorgeschichten úber den 20 Jahre álteren neuen Freund, der abhángig von verschreibungspflichtigen Medikamenten und ein Spieler ist...er ruft an, nicht sie. Eine detaillierte Schilderung der Vorgánge entlockte dem Facilitator einen Kommentar, den die Area Managerin als "negativ" angekreidet hátte. Er blieb auf einen langen Schwatz. Ich hatte  Einnahmen einzuzahlen, daher schickte die Kollegin mich zur Post in einem anderen Stadtteil und danach sollte ich heimgehen. Okeydokey. Eine halbe Stunde spáter rief sie dann an mit einer freudigen Nachricht: Die neue Kollegin hatte sich entschieden zur ehemaligen Kollegin zu werden, sie werde in den Ruhestand gehen in 28 Tagen. Darauf warteten wir schon eine geraume Weile. Ich zog daheim ein Accessoirs-Buch aus der Schublade, ich hatte eine Túte Wolle von der ich nicht wusste was sie ist, aber die Textur sah der áhnlich in einem der Fotos eines Ponchos. Nur eine andere Farbe. Weg musste sie, also begann ich einen der zwei Teile des Ponchos. "Night Sky Silver" kam dagegen auf die Blocking-Matten:




Freitag, wechselhaft, 16 Grad. Ein freier Tag vor dem on-call Wochenende. Ich tat nicht viel ausser Hausarbeit und Poncho stricken. Abgesehen von Banktransaktionen und der Buchung des Afternoon Teas auf der "Maid of the Forth" fúr den Montag, ein Geschenk des Tochterkindes und As. Eine Geschenkkarte hatte ich auch herumliegen seit Weihnachten mit Geld drauf. Das spendete ich. Wir nehmen nichts von den Bewohnern, aber die kam in einer zugeklebten Weihnachtskarte, da hátte ich die Dame beleidigt wenn ich sie zurúckgebe. So freut sich der Amazonas úber eine weitere gesicherte Parzelle Land.

Nach dem Kaffee gehe ich arbeiten und Lebensmittel bestellen.