Saturday, 12 June 2021

12 in 12



 Ich stehe heute frúh auf, da ich gestern frúher im Bett war trotz drei Tassen Kaffee in der Arbeit. Um 6 Uhr 5 koche ich dann den náchsten Kaffee - lass das Abenteuer beginnen...Der Monitor des Láppis ist auch schon an, weil ich etwas verlinken muss bevor ich arbeiten gehe.




Etwas Holzkohle am Morgen vertreibt "Glanz" und Sorgen...:D Fettige Haut ist jahrelang ein Árgernis - bis frau dann in spáteren Jahren die ungláubigen Kommentare bekommt, die nicht fassen kónnen dass die Tochter tatsáchlich die Tochter ist: "You must have been very young!" Nein, im Gegenteil. Self-moisturising, sozusagen.


Suchbild mit Katze


Heute mal Frúhstúck, das ist Honig mit Kakao. Geht, muss nicht. Ja, normalerweise nervt es mich dass der eine Toast auf dem Kopf steht, aber heute leben wir abenteuerlich. Der úberlebte ohnehin keine fúnf Minuten.




In der Arbeit angekommen muss ich prompt zig Telefonate úber mich ergehen lassen, weil die Nummern fúr die Krankenschwestern nicht mehr stimmen und der Notrufdienst sie nicht erreichen konnte mitten in der Nacht. Als "fúnfte in der Warteschleife" lege ich mir das Telefon vor die Nase und tue zwischendurch was anderes. 




Das Resultat der Telefonate muss natúrlich fúr das Notizbrett verewigt werden, damit wir jederzeit Zugriff auf die Nummern haben. Es wáre alles so viel einfacher, wenn sie uns wissen liessen dass sich alles ándert - nicht erst wenn ein Bewohner dasteht und keine Hilfe bekommt um 2 Uhr morgens.




Das ist unser Drucker bei der Arbeit, da kommt ein Blatt Papier raus das er dann wieder reinzieht und auf der Rúckseite bedruckt.Ich hatte bereits viele nette Stunden mit diesem Gerát, die besten waren die, in denen wir keine Ersatzdruckerpatrone bekamen (die er von selbst online anfordert!) und er komplett die Arbeit verweigerte fúr einen Monat +...da funktioniert das "papierlose Búro" ganz wunderbar, wenn wir nur einscannen konnten.



Die Bestellliste, fertig ausgedruckt. Wir bestellen von einem zentralen Lieferanten, der uns dieses Opus anfertigte...auf den unzáhligen Seiten gerade das zu finden was man ausfúllen móchte fúhrte zu vielen kreativen Ausdrucksweisen, besonders von unserer Kóchin. :D




Dann durfte ich mich wieder in das hineinknien - Allergien und Unvertráglichkeiten laut Gesetzeslage von der Food Standards Agency. Das ist die zustándige Behórde fúr all das. Da ich das mit unserem Koch durchnehmen soll habe ich es selbst in Angriff genommen.





Erledigt, Zertifikat ausgedruckt und das wandert in die Personalakte. Vielleicht sollte ich dem Koch mein Studienmaterial geben...




Und dann war's auch schon fast Zeit fúr den Feierabend, die 6 Module brauchten ihre Zeit. Ich habe selten die Haare offen in der Arbeit (schon aus Grúnden der Food Safety) - eine der Oldies mag das, sie streicht gerne durch, aber nach 18 Monaten mit zwei langen Lockdowns ist das vielleicht a bisserl zu lang mittlerweile - me thinks I should give my hairdresser some business.




Feierabend. Der Mann holt mich ab. Wir sind auf dem Heimweg als mir einfállt, dass ich noch was aus dem supermarkt brauche. Der ist zwar nur einen Steinwurf von der Arbeit entfernt, aber ich arbeite Mittagspausen meistens durch.




Also fahren wir wegen grosser Baustellen mit der Kirche ums Dorf noch kurz dort vorbei und landen prompt im Mini-Stau vor einem fast fertigen Toni Macaroni-Restaurant und einem noch "unangezogenen" Kaffeeketten-drive-through.


Und bevor ich jetzt die Fússe hochlege, verlinke ich das noch kurz bei Caro.

The week that was


Ein versuchter Gróssenvergleich: Unser Riesenbaum mit Radler rechts unten

Samstag, sonnig. Ich hatte jede Menge Checks zu erledigen, einige vorzubereiten und nachzuholen, da unter der Woche nicht erledigt. Das erste Wochenende des Monats brachte das wie immer mit sich und die Chefin sieht sich nicht imstande, Vieles neben ihrem Garten her zu tun. Dann darf sie sich nicht beschweren wenn ich nicht dazu komme, im Garten zu werkeln - da das alles an mir hángen bleibt. Inklusive Pre Void Assessment in der Wohnung unserer Demenz-Dame, die uns verliess, und Checkliste fúr eine neue Mieterin. Brauchte alles seine Zeit. Dann sollte ich mit dem Koch sein online Lernen angehen úber Allergene, weshalb ich mir das erstmal selbst ansah damit ich gewappnet war. Aus Grúnden. Da blieb zum Gártnern keine Zeit. Die Kóchin ging frúher, weil sie einen Bus erwischen musste da ihr Partner endlich sein Boot im Wasser hat und Hochseefischertouren anbieten kann, nach 1 1/2 Jahren nur mit Rechnungen statt Einkommen. Úber Wasser hielt ihn ein grosszúgiger Bestattungsunternehmer, der wáhrend der Covid-Wellen soviel Arbeit hatte dass er nicht wusste wohin mit den Einnahmen...und das lieber weitergab um Anderen auf die Sprúnge zu helfen, damit wenigstens etwas Gutes dabei herauskam. Er kaufte ihnen einen neuen £10K Motor als der alte den Geist aufgab, und wollte in Anglertouren bezahlt werden, weil er das brauchte fúr seinen Seelenfrieden...

Sonntag, sonnig. Munter weiter mit den checks...ich durfte den Master Key in jeder einzelnen Túr ausprobieren úber drei Stockwerke. Das passiert jedes halbe Jahr am 1. des Monats - es sei denn es bleibt der Chefin úberlassen, dann fállt es ihr in drei Wochen wieder ein. Vielleicht. Jedenfalls geht das nicht ohne Papierkrieg, musste am Tag zuvor per Notiz im Briefkasten angekúndigt werden und nach getestetem Schloss wanderte ein weiteres Blatt Papier durch den Briefkasten, dass der Test beendet sei. Der Arbeitgeber nimmt es genau mit der Privatspháre der Bewohner, was ja gut und richtig ist. Ich hatte eine Wohnung zu begutachten und Formulare unterschreiben zu lassen, die eingescannt wurden und dem Boss der Chefin gemailt, ebenso wie die Checkliste vom Vortag - es ist ein Prozedere wenn jemand ein- oder auszieht...und dann fiel das Testen der Notrufe an - Jede/n anrufen, bitten den Knopf zu drúcken, antworten und aufzeichnen. Normalerweise lauere ich den halben Tag auf schwer zu fassen zu bekommende Mieter...und Manche muss ich persónlich aufsuchen, weil sie nach drei Minuten vergessen haben was ich sie fragte. Oder sie ihn nicht finden kónnen. Dann durchsuchen wir die ganze Wohnung danach. Ich schaffte es gerade so, die Clematis einer Bewohnerin aus dem Schatten in die Sonne zu verrúcken, auf der anderen Seite des Gartens. Das war das Ausmass meiner Gartenarbeit. 


Der blaue Wegweiser rechts daneben ist úber 2m hoch


Montag, sonnig. Wir hatten was sie hier eine Hitzewelle nennen, durchgehend um die 20 Grad am Stúck. Das war auch letztes Jahr im Lockdown der Fall, sollte das mit dem fehlenden Flugverkehr zu tun haben??? Chemtrails und all das??? 👀 Das wáre das náchste rabbit hole, das wir unsere Aluhuttragende Fraternitát hinunterscheuchen kónnten. :D Ich war im email-Gesprách mit HR, nachdem sie mir einen Brief geschickt hatten mit neuem Vertrag fúr meine permanente Stelle. Weil sie im Januar 2020 verpennt hatten, dass ich eine Gehaltstsufe hóher gesetzt werden musste (langer Service usw., das sind "Legacy"-Regeln unter den alten Arbeitsvertrágen, die sie fúr Neuzugánge 2018 fallen liessen nach der Umstrukturierung. Neuzugánge haben auch weniger Urlaubstage insgesamt) -  demnach haben sie mich 1 1/2 Jahre lang zu niedrig bezahlt, und ich wollte wissen, ob in der Rúckzahlung meine Hunderte von Úberstunden mitgerechnet waren oder nicht...in dem Zeitraum hatten wir zwei Gehaltserhóhungen und "Lockdown-Einsatz". Was ich da tun oder nicht tun werde hángt nun von deren Antwort ab...Am Abend waren wir mit der Schwiegermutter Essen, erstmals in fast 2 Jahren.

Dienstag, sonnig. HR gab mir eine gute Antwort - die Kollegen in Payroll verfluchten HR vermutlich kráftigst, weil sie nun durch Úberstundenabrechnungen von 18 Monaten pflúgen mussten, aber das war nicht mein Fehler...:D Die Rúckzahlung wird zweigeteilt, die reguláren Stunden wurden bereits nachgezahlt. Mein freier Dienstag. Das Tochterkind nahm den Zug nach Edinburgh, um ihre Studienfreundin Ivy nach zwei Jahren wieder zu sehen. Ivy studiert Arabisch nebst anderer Sprachen, will fúr das Friedenskorps arbeiten nach dem Abschluss und hatte Auslandssemester in Paris und im Libanon, weshalb sie sich so lange nicht mehr in Person sahen. Ganz abgesehen von Lockdowns etc. Und nun geht Ivy heim nach Seattle. Ich ging wáhrenddessen spazieren und fotografieren, ich hatte das Jahresprojekt auf dem Schirm - wenn das das náchste Mal gezeigt wird bin ich im Urlaub und muss mich umorientieren, daher wollte ich fúr alle Fálle etwas im Kasten haben. :D 

Ich hab fertig. Vorerst.  




Mittwoch, regnersich mit Niesel. Musste auch mal sein und reichte nicht zum Giessen. Frau steht nicht nur in Wien im Southwester im Regen und giesst...dieser war "trockener" Niesel, kein nasser. Ich sah mir an wie bei der Zahnárztin im 1. Stock der Wind um die Hausecke heulte - sie bastelte derweil etwas an meinem Zahn herum. Die Spritze brauchte dieses Mal einige Stunden lánger zum Abklingen als úblich, úber fúnf Stunden genau gesagt. Lag wohl daran, dass das eine Wurzelbehandlung war. Das liess sich praktisch hinter der Maske verstecken...In der Arbeit bekamen wir £200.- zur Verwendung fúr die Einrichtung, davon werden wir neue Gartenmóbel kaufen fúr die Oldies. Der Garten nimmt zunehmend Gestalt an, die ausgesáten Blumen wachsen im Zusehen, die Sonnenblumen der Bewohner gedeihen, dekorative Elemente wurden neu gestrichen, der Patio mit dem Jetwash gereinigt und Moos aus den Ritzen geschabt. Der Sommer kann wieder gehen :D Den hatten wir jetzt vermutlich mit unserer "Hitzewelle".

Donnerstag, regnerisch. Der Himmel goss nach wie vor die neue Saat. Die Chefin hatte wie erwartet die ersten Probleme mit der Tatsache, dass die neue Bewohnerin die Oma unseres Kochs ist. Die Oma hat nicht verstanden, dass ihr Enkel selbst in seiner Freizeit unser Mitarbeiter ist und sie nicht einfach úber ihn verfúgen kann wie das bei Otto Normalverbraucher der Fall wáre - der Meinung der Chefin nach. Ich musste bereits seiner Familie sagen, dass er nicht mit der Oma im Garten sitzen darf, wenn dann mússen sie am anderen Ende allein sitzen...damit die anderen Oldies ungehindert úber die Chefin lástern kónnen, im Klartext. Wir sind uns darúber im Klaren dass sie das bei fast jeder Gelegenheit tun, nur sie weiss das noch nicht. Wir hóren immer wieder mal Teile eines Gespráchs vorbeiwehen...nun hatte sie ein Problem damit dass die Oma ihn unter den Bus warf und behauptete, er hátte bei ihren Vorlieben fúr die Menús aufgeschrieben was er fúr richtig hielt, weil sie als Diabetikerin mit Nierenversagen dauernd das zuckerreichste Zeug esse. Was er nicht tat, ich hatte ihm das vorher eingeschárft und es liegt nicht in seiner Natur dem nicht zu folgen. Zumal ich im Raum war, als sie dieses Menú ausfúllten und er sagte kein Wort, das waren seine Eltern. 



Freitag, regnerisch mit kráftigem Wind und spáter sonnig. Da bestand Hoffnung fúr das Wochenende und den Garten in der Arbeit. Ich hatte Paperkrieg bis zur Oberkante Unterlippe, ich weiss gar nicht wo das alles her kam. Soviel Zeug. Works Orders, Rechnungen, Menús, Fortbildungsantráge, Covid-Schnelltest-Kram, Abrechnungen, Zertifikate,...ich kam kaum aus dem Búro! Wenigstens wurde das Meiste erledigt und ist vom Schreibtisch. Zwischendurch kam die Chefin vorbei - da sie ein Geburtstags-BBQ fúr ihren Partner veranstaltet dieses Wochenende, musste Kollegin 2 ihr den Coleslaw vorschnippeln...sie nahm den Hostess-Trolley mit der seit Jahren in der Arbeit steht, um das Essen warmzuhalten. Der gehórt der Einrichtung. So nebenbei nahm ich mir auch ein weiteres Modul des Allergie-Trainings der Food Standards Agency vor, ich lasse sowas nicht gerne halbfertig bleiben. Da muss schon ein Zertifikat dabei herausspringen. :D  Wenn das Wetter besser wird kónnen wir uns dann mehr um den Garten kúmmern...

Bei uns rollt nun úbrigens eine dritte Infektionswelle an, úber 90% sind die Indische Mutation oder "Delta". Die Kinder haben sich fúr ihre Impfungen registrieren lassen.


Kastanie in voller Blúte - die Sonnwende naht

Vor dem Gártnern setze ich mich kurz noch an den Frúhstúckstisch bei Andrea.

Wednesday, 9 June 2021

Getting back into the swing of things

 

"The yellow on the broom"

Village Parish Church

Cenotaph - Kriegerdenkmal

Main Street


Unser "Local", der "Black Bull" - hier in der Strasse wohnten wir bis 2003


Ein "Close", ein traditioneller Durchgang in einen Hinterhof