Samstag, wechselhaft, 9 Grad. Ich schlief ein Bisschen lánger, das war offenbar immer noch notwendig. Und stellte nach dem Aufstehen fest dass ich scheinbar vier Kleidergróssen weniger brauche. Da sollte ich wohl mal sortieren...wobei - wenn das so láuft wie alle gerne unken, kommen die irgendwann wieder aus dem Schrank :D Jedenfalls solange der Mann einkauft und kocht/airfried (da stósst frau plótzlich verwundert auf Háhnchen in der Carbonara, weil das in all der Sahne vorher nicht sichtbar war). Nach dem Kaffee schlug ich dann ein zweites Dreieckstuch in "Tarnfarbenmuster" an, nur dieses Mal in Rosa, Weiss und Pink. Fúr das Tochterkind. Das gedieh recht schnell glatt rechts. Dann die úbliche Rundfahrt, allerdings waren im greasy spoon keine Tische mehr frei, das Gescháft wieder komplett úberlaufen - haben die nun alle Frúhlingsgefúhle? Ich hatte meine leeren Blisterpackungen in der Jackentasche zum Recycling in der Apotheke. Dieses Mal gingen wir danach in der Báckerei vorbei und sassen davor auf den Bánken. Ein Paar gesellte sich zu uns, sie ging mit Stócken und kommentierte meine Brace - die kenne sie gut, sie habe ihre 3 Jahre lang getragen bevor sie ihre beiden Knie operiert hátten. Wunderbare Aussichten...vor 60 Jahren wollten sie die OP nicht durchfúhren. So bleibt sie mir noch eine Weile erhalten...
Sonntag, regnerisch, sonnig, Schneeregen, Bóen - von allem etwas, 8 Grad. Nach dem Aufstehen war bereits das letzte Knáuel der Wolle am Wickel. Der Junge brachte mir eine Karte und Schoki und verschwand wieder in seinem Zimmer um Schach zu spielen zwischen seinen Studien. Der Mann fragte wohin ich wolle, úberall sei alles voll wegen Muttertags. Er rief im Cafe am Loch an aber die waren natúrlich ausgebucht. Ich wollte nichtmal in ein Cafe, nur raus...bevor wir irgendeine Entscheidung trafen kam das Tochterkind vorbei fúr ein paar Stunden, mit einem Buch fúr mich. Wir werden sehen ob ich im Urlaub wieder anfange zu lesen, das blieb auf der Strecke neben all der Arbeit...und es lásst sich so schwer umbláttern mit Stricknadeln in der Hand :D Der Mann fragte ob sie mit in ein Cafe wolle, sie sagte die seien alle voll an Muttertag. Ich strickte weiter am Dreieckstuch, auf das sie ein Auge hatte - das hat dann zumindest bereits eine Abnehmerin gefunden. Ich plane einige der Sofie-Schals vor A und ihr auszubreiten, damit sie mitnehmen kónnen was sie wollen. Da die so schnell gehen und nur ein Knáuel brauchen gibt es eine Menge Auswahl mittlerweile. Nachdem sie wieder heimging - mit einem letzten Blick auf das Tuch :D - brachen wir auf nach Stirling. Dort war es entweder bereits spáter am Tag oder einfach nicht so gut besucht wie in der Vergangenheit, denn Starbucks war fast leer. So kam der Mann doch noch zu seinem Decaf Moccha. Auch in Falkirk war uns das aufgefallen, wie leer es ist an einem Sonntag. Vor einigen Jahren konnte man sich fast nicht rúhren vor Menschen.
Montag, regnerisch, 9 Grad. An diesem Morgen steuerte ich "meine" Einrichtung an. Und bekam gleich einen Anruf von der Area Managerin wegen der leeren Wohnung. Im Zuge dessen zeigte sie sich erstaunt dass die UnFreiwillige nach all dem letztes Jahr keinerlei Hemmungen hatte, ihren Kopf durchsetzen zu wollen indem sie Ringe um die neue Koordinatorin rennt...im Glauben dass sie damit durchkomme, weil die nichts úber den Service weiss. Nachdem ich sie in der Vergangenheit darauf hinweisen musste, dass die Frau nun ihre Entscheidungen untergrábt...selbstverstándlich hat sie keine Hemmungen, ihr Hirn funktioniert nicht wie das anderer Menschen: Narzissus lásst grússen. Ich erledigte meine úbliche Arbeit und wartete auf die Kollegin fúr ihre Einweisung in die Bestellungen, die sie noch nie erledigen musste weil wir immer vorausbestellen. Sie bat mich das auch dieses Mal zu tun, da sie zwischen zwei Einrichtungen hin- und herwandern werde. Dasselbe steht mir nach Ostern bevor. Sie erzáhlte mir von dem Meeting auf dieser Seite mit den Bewohnern, die UnFreiwillige kommentierte die Ansage dass die Kollegin den Koordinator-Job habe mit einem enthusiastischen "Yesss!", nur um nach der Sandwiches-Saga einen Tag spáter von ihr ins Búro gerufen zu werden um ihr klar und deutlich zu sagen, dass ich nach wie vor diese Einrichtung leiten werde, die dritte Person fúr ihre Einrichtung rekrutiert werde und sie zwischen beiden wechsle - "her face fell"...die Wand, gegen die sie in den vergangenen Jahren lief, steht nach wie vor. Die Kollegin sagte mir auch, dass die Area Managerin und sie ein Meeting mit der neuen Kollegin hátten, weil sie nun einen disziplinarischen Verweis in der Personalakte hat von HR. Úber den ich nichts wissen sollte, aber die email gesehen hatte von HR, die mir versehentlich geschickt wurde. Es wurde Zeit dass sie etwas unternehmen...
Dienstag, sonnig, 9 Grad. Der Tag war gefúllt...am Morgen deckte ich die Tische fúr St. Patrick's Day. Die UnFreiwillige kam mit ihren eigenen Cupcakes und einem Kuchen, ihre Mutter kam zum Essen und es war ihr Geburtstag, daher wollte sie extra Brimborium. Das hatten wir auch schon in der Vergangenheit, da wurde aus dem Essen úber Wochen stattdessen langsam die Geburtstagsfeier ihrer Mutter - wie immer auf eine Person fokussiert statt auf alle...das ist das Hauptproblem mit der Frau, sie grenzt andere Bewohner aus die ihr nicht genehm sind. Die Ex-Chefin unterband das dann auch am Ende. Ich habe nichts gegen einen Geburtstagskuchen fúr eine der Damen, wir tun das auch fúr andere, aber die sollten sich nicht genótigt fúhlen nur weil sie in den Mittelpunkt gestellt wird. Viele mógen ihre Mutter nicht so besonders...sie selbst mag ihre Mutter nicht, laut eigener Aussage. Daher úbernahm ich den Kuchen, sie blieb vor der Túr und schaute nur zu. Sie hatten eine gute Zeit, das Essen schmeckte offensichtlich (lauter leere Teller, soviel zur offenen Negativitát der neuen Kollegin darúber, die ihr den Verweis einhandelte) und das Geburtstagskind war úberrascht. Und dann lief ihre Tochter zur Hochform auf, als die Mánner kamen, die ihre Hilfen fúr Rheuma vorstellen wollten an diesem Nachmittag und dafúr aufbauen. Sie sass vor der Lounge und giftete sie an dass sie doch wohl nicht jetzt in die Lounge wollten wenn jeder am Tisch sitze - nach dem Essen...einer der Mánner kam ins Búro und fragte wer sie sei, sie scheine zu glauben sie leite diese Einrichtung...er sehe viele Einrichtungen, "you always get those people who think they're in charge". Her in a nutshell. Ich versicherte ihm dass die Bewohner wissen dass sie kámen, das gehe in Ordnung. Sie hatten dann auch eine gute Zahl der Oldies als Publikum in der Lounge...mit Kaffee und Kuchen. Die hatten kein Problem damit.
Mittwoch, sonnig, 12 Grad. Ich nahm es so wie die Katze an diesem Morgen - Urlaub...ich hatte einen weiteren Schal beendet und schickte dem Tochterkind das Foto des fertigen Tuchs. Und erwartete die Abholung :D Das náchste Stúck sollte etwas grósser werden, damit ich mehr Wolle loswurde, aber ich kam noch nicht zu einer Entscheidung, ob ich dafúr auf eine Bestellung warten sollte - das wáre Weiss mit hellblauen Streifen. Und eventuell "Hobbii" Mocktail in "Virgin Margarita". Wenn die Blautóne zusammenpassten, aber dazu musste ich es sehen. In natura, weil der Monitor des Láppis das "durchleuchtet". Ansonsten schob ich eine ruhige Kugel, abschalten nach all dem Umbruch in der Arbeit. Ich hatte zwei Punkte auf der Liste, Wásche - der Marshmallow-Ersatz musste wieder rein, nebst anderen Klamotten. Zum Glúck ist der schnell erledigt. Bis dahin zog ich den Schlafsack mit Fellfutter an...das Aussenmaterial eignet sich besser auf Reisen, da leicht abwischbar (besser als Elfenbeinfarben!), aber ob das sandfarbene Fell des Wendemantels zu warm sein wird muss sich noch zeigen. Zur Not kann ich das aussen tragen...Dann laufe ich wie ein Teddy durch die Gegend statt wie der Michelin-Mann. Und ich wartete auf meine "Virgin Margarita". Vergeblich...ich hatte in Weiss angeschlagen und beschlossen dass ich den ersten Knáuel verstricke und wenn sie dann im Haus war wúrde ich mir das úberlegen - wenn nicht bleibt das Teil blau-weiss gestreift.
Donnerstag, sonnig, 12 Grad. Die Wásche war am Wickel, ich wartete immer noch auf die "Virgin Margarita", aber mittlerweile war ich 72cm weit mit dem blau-weiss gestreiften Stúck, die geteilte Rúckenpartie beendet und nur das kurze Stúck der Vorderpartie und die Halbármel fehlten noch...so geht das. Der Mann kam mittags von der Arbeit und kreiste unruhig im Wohnzimmer, bevor er mir sagte dass er das Auto verkratzt habe an einem Betonpfosten. Scheinbar sprang ihm der beim Einparken plótzlich in den Weg...Er gehe zu Halfords um zu sehen, ob er das Meiste wegpolieren kann. Das war die Lósung in Island, nachdem er das Mietauto an einem anderen geschrammt hatte: Linksfahrer im Rechtsverkehr. Ich verkniff mir weitere Fragen...schon passiert, da ist das reine Zeitverschwendung. Ich sichtete die Werke der vergangenen Monate und packte zwei Túcher und drei Sofie-Schals ein fúr das Tochterkind, die wir am Abend besuchen gingen. A óffnete die Túr und erwartete die bestellte Pizza, stattdessen war's der Schwiegervater :D Nach einer Stunde dort kamen wir heim - ich stellte fest dass der Schlafsack am Kragen weiter war als ich in Erinnerung hatte, demnach brauchte ich selbst einen Schal fúr unterwegs. Úberhaupt ist der etwas weiter als vorher, was mit fast 40kg weniger zu erwarten war, aber er ist immer noch tragbar. Das Fell macht einiges wett...per SMS traf die Erinnerung an die online-Gruppe am Freitag ein, die ich sonst vergessen hátte - wenigstens muss ich dann nicht wieder von unterwegs einloggen.
Freitag, sonnig, 16 Grad. Frúhlingshaft...daher leerte ich das Katzenklo :D Meine to-do-Liste vor der Abreise stand an. Zuerst die Katze, danach die Wásche und alles was rausmusste, angefangen mit Recycling. Mein online Meeting war interessant - nicht wegen des Themas, das kauten wir schonmal durch - nein, sie sagte es sei gerade beschlossen worden dass das Medikament weiter verschrieben werde, ohne Zeitlimit. Kein Ende in Sicht. Ich strickte am Vorderteil weiter bis der Mann heimkam, dann zog es ihn in ein Cafe im Village, das wir nach dem Relaunch noch nicht besucht haben. Nun gibt es sich als "Amalfi", alles in gelb und blau mit Zitronen. Wenigstens war das Brótchen knusprig...anschliessend kaufte der Mann fúr den Jungen ein. Zu der Gelegenheit bekommt er immer ein Steak, was sonst nicht oft der Fall ist. Meist lagert er Indisch und Pizza ein fúr ihn. Ich hatte beschlossen dass ich das Medikament etwas vorziehe, damit ich es nicht mitschleppen muss - es soll gekúhlt aufbewahrt werden und ich weiss nicht was mich im Hotelzimmer erwartet. Ein Hirnschmerz weniger. Stattdessen schafft es etwas ins Gepáck, das ich noch nie dabei hatte: Eine "Projekttasche" mit meinen Nadeln und Wolle...ob ich dort welche in einem Gescháft finde weiss ich námlich auch noch nicht, und zum abendlichen Streamen brauche ich dieser Tage etwas in den Fingern. Búcher kommen auch mit, fúr alle Fálle. Wieder daheim war das der náchste Punkt: Packen.
Nach dem Kaffee stecke ich erst eine Nadel in meinen Oberschenkel...












