Saturday, 30 May 2026

The week that was

 


Samstag, sonnig, 19 Grad. Wochenend und Sonnenschein, dem Mann fállt nur noch Blódsinn ein, mehr brauch ich nicht zum múde sein, Wochenend und Sonnenschein....um 2 Uhr morgens riss mich der Junge aus dem Tiefschlaf als er den Mann anraunzte dass er aufhóren solle zu hámmern. ? Da ich nun wach war hórte ich ihn hámmern...und er hámmerte. Ich ging am Ende selbst nachschauen weil er damit nicht aufhórte: Er setzte das kleinere Búcherregal zusammen, mitten in der Nacht. Er kónne nicht schlafen und nun da er angefangen habe kónne er nicht aufhóren - also wurde weiter gehámmert...Als ich mich Stunden spáter aus dem Bett schleppte stand das fertig im Wohnzimmer, ob ich ihm helfe das nach oben zu tragen. Wo es den Flur blockierte weil er das Tochterzimmer noch nicht genúgend freigeráumt hatte. Ich teilte ihm die Hiobsbotschaft mit dass er das gróssere nicht wie geplant im oberen Stock bauen kónne - dafúr ist da nirgends ausreichend Platz. Deshalb begann er  die Teile fúr die Kommode zu verschieben, fegte alles von meinem Rattan-Cafetischchen und kópfte einen der grossen Áste meiner Palme. Die sah aus wie Nearly Headless Nick in Harry Potter. Ach, das sei doch nicht soviel - von wegen. Das zweite Regal wurde gebaut und der Junge half mit dem Transport nach oben, das stand dann auch im Flur herum, eine solide Wand an Hindernissen auf dem Weg zum Bade- und Schlafzimmer. Die Schwiegermutter wurde nachmittags nach Falkirk gefahren um einen leichten Rollator zu kaufen, niemand wollte mit weil wir múde waren (funny that) und am Abend kamen Tochterkind und A vorbei fúr die zweite Etappe der Kommode. Die dann als solche erkennbar war, aber nach wie vor mehr Arbeit brauchte fúr all die Schubladen. Stúnde ich im Foto daneben wáre auch klar warum, sie reicht mir bis zum Jeansbund und ich bin 1,70m. Ausserdem ist sie aus solidem Holz. Ich úbte nebenher "Heel Flap & Gusset", erst in Mono, dann in Kontrastfarben, denn das Nadelspiel ist einfacher zu verstauen fúr Flúge und ich hatte das Sockenstricken ursprúnglich mit japanischen Mustern angefangen.

Sonntag, sonnig, 21 Grad. Die zweite Socke hatte ich am Wickel, der Vollstándigkeit halber. Mir war die Wolle zu lose, da fehlte der Nylon-Kern. Diese ging schneller von der Hand als Wiederholung. Kurz vor Mittag brachen wir auf, ich hatte noch Dinge zu besorgen, u.a. meine Vitaminchen und dazu mussten wir in den Supermarkt. Ich sah mich um nach Preisen fúr das "My Little Pony"-Rennen, nachdem ich entschieden hatte dass das so aufgezogen wird wie das Fundraising-Kit mit der DVD echter Pferderennen - es kommt mit Monopoly-Geld, das sie vorher kaufen und dann sehen wir, wer am meisten davon "gewinnt". Und die bekommen eben etwas dafúr (kein Geld, das wollen wir schliesslich verdienen).  Ohne Lizenz kann ich die DVD selbst nicht zeigen...aber ich denke, das haben wir gut umgangen. Wáhrend ich wegen des Einkaufs in der Stadt war, brauchte der Mann etwas aus der Apotheke. Die steuerten wir anschliessend an. Im Gescháft gegenúber suchte eine junge Familie aufgeregt nach ihrer Tochter, die war ihnen offenbar abhanden gekommen. Die Mutter rief im Einkaufszentrum nach ihr, der Vater im Gescháft. Als er wieder rauseilte kam das Mádchen kichernd hintendrein, sie hatte sich in einer Reihe Kleidung versteckt und den Blutdruck ihrer Eltern ordentlich gesteigert. Nach einem Pitstop fúr Eis kamen wir wieder heim - es war erst 1 Uhr mittags. Der Mann baute die erste Schublade der Kommode zusammen, das dauerte zwei Stunden. Dann erbarmte sich der Junge - und in derselben Zeit schraubte er die restlichen 7 Schubladen zusammen. Mit Holz kennt er sich eben aus. Die andere Socke war dann auch fertig und beiseite gelegt. 



 

Montag, sonnig, 27 Grad. Wáhrend ich in die Arbeit ging mit zwei Preisen, Zellophan und den My Little Ponies fuhren der Mann und der Junge das Tochterkind und A zum Flughafen in Edinburgh. Deren Destination war Kóln. Und A hatte einen Ring im Gepáck...in der Innentasche ihrer Jacke. Ich hatte das Zellophan und die Tapetenrolle dabei und verpackte Tombola-Preise, bevor die Kollegin mir einen Querschláger lieferte - ich sollte die neue Nr. 3 einlernen in vier Stunden und ihr einige Dinge zeigen. Ich tat mein Bestes in der kurzen Zeitspanne. Die neue Kollegin jammerte úber die Hitze, an einem solchen Tag sollte verboten sein in die Arbeit zu mússen - wir hatten noch nichtmal die 30 geknackt. Sie sollte das Pendeln in nicht klimatisierten Zúgen probieren, wenn die Haut am Sitz klebt wie Klettverschluss...Ich zeigte die Checks und was wir fúr die Mahlzeiten alles erledigen, fúllte spreadsheets aus und nahm Geld ein. Zwischendurch rief die Springerkraft an auf der Suche nach einer Schicht, die ihr nicht bezahlt wurde und die ich gerade erst im Spreadsheet gesehen hatte...wir wundern uns úber nichts mehr. Ich emailte HR úber den Papierkram eines Disziplinarverfahrens, das mir beim Tausch der Aktenschránke unterkam. Und nebenbei arrangierte ich Tombolakram und alles fúr das Rennen. Nach Feierabend wollte ich endlich die Kommode an Ort und Stelle haben, damit ich die Wolle aus dem Weg ráumen konnte, die an vier Stellen im Haus in Taschen gepackt herumstand. Und die Wolle- und Kaschmirpullis Platz hatten in der Bettschublade. Das Lesen der Produktreviews online war heiter bis ulkig - da wies jemand darauf hin dass die Massangaben von 1,60m Lánge sprachen, aber das Móbelstúck mit 2,60 Lánge aus dem Flatpack kam: Da hatten sie wohl das gróssere mitgenommen...Ich wollte bewusst das grósste haben.

Dienstag, sonnig, 23 Grad. Am Morgen nahm der Mann die leeren Schachteln und den zerlegten Computertisch mit auf den Wertstoffhof. Am Tag nach einem Bank Holiday Montag stand er endlos in der Schlange...ich fúllte derweil Schubladen und verlagerte die Wolle, mein Kamerazubehór, Arbeitskram und allerlei andere Sachen in den neuen Stauraum. Da ich bis zum Abreisetag arbeiten wúrde suchte ich die Klamotten aus fúr den Koffer, warf meine Wásche an (Solarstrom) und brachte jede Menge Recycling raus. Da leerte sich einiges. Die Wildkráuter des WWF sáte ich in Blumentópfe aus und dachte darúber nach, was in den kleinen Indoor-Garten mit Lampe kam...nebenbei strickte ich einen Sofie-Schal in Blaugrún weil die Wolle noch herumlag und der in die Farbpalette des Tochterkindes passte. Die Katze hatte grosse Freude am Teppich, den wir aus dem Ess- ins Wohnzimmer verlagerten - der rutscht unter den Pfoten und sie begann ihn zu "jagen". Ich nahm den weissen Acryl-Rippenpulli von ganz am Anfang von der Blocking-Matte, der wurde wunderbar gestreckt, die "Wolle" zieht sich kaum mehr zusammen. Hing da auch monatelang...das blauweiss gestreife T-shirt war als náchstes dran, da muss ich nur die Ármelnáhte blocken damit sie sich nicht mehr einrollen. Dem wird dann die Mocktail "Virgin Margarita" folgen, ebenfalls fúr die Ármelnáhte. Der Sofi-Sweater liess sich dagegen problemlos vernáhen, der Seed Stitch an den Rándern eignet sich dafúr hervorragend. Das Knáuel aus Kanada ist einen Hauch mehr karamellbraun als das cremefarbene Knáuel aus dem Laden hier, aber da ich das fúr beide Ármel verwende macht das nichts. Ich hatte ja schon Kontrastfarben in Erwágung geogen :D 




Mittwoch, bedeckt und teilweise sonnig mit frischem Wind, 20 Grad. Der Morgen begann etwas langsamer als sonst, aber ich ging in die Schwestereinrichtung weil der Facilitator ein Meeting anberaumt hatte úber unsere Schichten in der Zukunft. Er legte die freien Tage anders, das war der einzige Unterschied. Er hatte die Woche so arrangiert wie sie wirklich ist, soll heissen Sonntag als den ersten Tag der Woche, daher sah das anders aus als in einem Kalender mit Montag als erstem Tag. Interessanterweise sind viele angelsáchsische Kalender online nach wie vor so ausgerichtet dass sie mit dem Sonntag anfangen. Ich hatte kein Problem damit, weil ich in der vorherigen Karriere diesen Spagat mit Urlaubswochen im Jahr leisten musste - da fing das Jahr dann eben mit der Hálfte der Sommerferien an...frau muss flexibel sein. Den anderen Kolleginnen fiel das etwas schwerer. Die neue Nr.3 schluckte an diesem Morgen schwer, nach der Einweisung am Montag ging ihr auf was in einem Service wie meinem alles zu lernen ist - vielleicht hatte ich sie mit all den Spreadsheets abgeschreckt...die Haltung, die ich am Facilitator ablas schien allerdings mehr auf die Kollegin gerichtet, was sich hinterher bestátigte als er ins Búro kam und mit ihr sprach. Die Area Managerin hatte ihn angerufen nachdem Nr.3 den Job bekam, weil sie zu ihr gesagt hatte dass sie da einige Bedenken hátte. Auf der positiven Seite verriet er mir einige Tricks aus dem Buch der Area Manager, wie ich meine Lounge als "Erholungsraum" klassifiziert mit einer Lizenz ausstatten kónnte die der Arbeitgeber bezahle...was die Einnahmen fúr andere Zwecke freistellen kónnte...ooohh, soviele Móglichkeiten...

Donnerstag, sonnig mit Wind, 23 Grad. In der Schwestereinrichtung traf mich erst die Kollegin, die mit mir sprechen wollte. Scheinbar hatte sich wer úber sie beschwert, Pflegerinnen in meiner Einrichtung. Die hatten keinerlei Begrúndung fúr das was sie ihrer Leiterin erzáhlten und wir den email-Trail um das zu beweisen, ganz abgesehen von den Aussagen der Bewohnerin, die ebenfalls dasselbe sagte wie die Kollegin. Die zwei hatten sich die junge Springerkraft mit den Takeaways auf dem Trolley gekrallt und herrschten sie an. Die Damen im Speiseraum waren aufgebracht, der Koch kam aus der Kúche um sich vor sie zu stellen und Nr.3 kam mitten im Geschehen an und setzte ihnen den Kopf zurecht. Laut derer Schilderung hatte sie den ganzen Tag nichts zu essen und zu trinken bei úber 20 Grad...dabei sass sie am Mittag im Speiseraum und ass, bekam wie úblich ihren Tee am Morgen und ihr Getránk mit dem Essen und hatte ein Halbliterglas Wasser neben dem Sessel stehen als die Kollegin nach ihr geschaut hatte. Aber dann hatte ich am Montag bereits mein Erlebnis mit dieser Pflegerin als sie kam und mir aufgebracht diktierte, dass ich doch in Zukunft alle an die Dame adressierte Post zerreissen solle weil das alles Schund sei, der sie nur unnótig aufrege - wáhrend ich einen Kontoauszug fúr sie mit "private and confidential" in der Anschrift auf dem Schreibtisch liegen hatte...ausserdem ist es illegal anderer Leute Post zu óffnen oder wegzuwerfen. Sie nannte die Kollegin zigmal "thingy" wáhrend ihrer Tirade, selbst nachdem ich ihr den Namen der Kollegin nannte. Das tat sie auch bei dieser Gelegenheit wieder. 


 

Freitag, wechselhaft und windig, 18 Grad. Am Morgen hatte ich weitere Spenden zu verpacken und den Rest vorzubereiten, Deko aufzuhángen und Geschirr zu holen bevor ich mich an meine eigentliche Arbeit machen konnte. Davon gab's auch genúgend, inklusive Menús - soll heissen die am Vortag entworfenen Menús wurden mit verschiedenfarbigen Highlightern markiert damit ich auf einen Blick die Verteilung verschiedener Mahlzeiten sehe - wieviel einer Fleischsorte, Fisch, Geflúgel, Vegetarisch usw. Da sollte etwas Gleichgewicht herrschen, damit fúr jede/n was dabei ist. Das ist der zweite Schritt, je nachdem wie das bildlich aussieht wird weiter daran herumgefeilt, dann bekommt der Koch die zu sehen fúr seinen Input. Móglicherweise wird weiterhin umdisponiert. Die Grundlage sind Gerichte, die die MitEsser laut eigener Aussagen mógen - und dann wird experimentiert mit Neuem...Gegen Mittag begann ich die Kuchen zu schneiden und auf Platten anzurichten, fritierte die Samosas und schob die Sausage Rolls in den Ofen. Beide Kollegen waren in der Mittagspause, daher gab ich nebenher die Lose aus. Als die beiden wieder im Gebáude waren fing es richtig an...und das My Little Pony-Rennen kam gut an ("Ja wo laufen sie denn?!" 😅), das Buffet selbstverstándlich auch und die Tombola war die Hauptsache. Alles in allem ein guter Nachmittag. Und wir nahmen genúgend ein fúr die Lizenz, sollten wir die brauchen - wenn uns niemand die "Erholung" abnimmt...Ich half dem Koch noch mit dem Geschirr und putzte einen Teil der Kúche fúr ihn an Schichtende, da er mir geholfen hatte mit der Tombola und deshalb spáter dran war. Ud dann textete ich der Kollegin wegen dieser Pflegerinnen - nachdem der Koch mir das am Morgen berichtet hatte kann ich das der Area Managerin mitteilen...

Nach dem Kaffee - gehe ich arbeiten...oh, und das Tochterkind schickte diese Woche ein Foto aus Kóln - mit dem Verlobungsring.

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