Saturday, 27 June 2026

The week that was

 


Samstag, sonnig, 19 Grad. Arbeit. Ich konnte meine úbliche Admin frúher erledigen, wie frúher úber das Wochenende. Und das liess mir genug Zeit fúr die Bestellung...dafúr grub ich durch drei Gefrierschránke, die Speisekammer und zwei Kúhlschránke. Der Agenturkoch, der 20 Minuten Fussweg von der Arbeit entfernt wohnt, zeigte an diesem Tag Interesse an der Einrichtung, daher erwáhnte ich dass wir einen Wochenendkoch suchten. Er dachte offensichtlich darúber nach...Die Bewohner machten sich im Garten heimisch, zwei diskutierten all die wunderbaren Schnickeldis, die in den Supermárkten als Deko verkauft werden und ich beauftragte eine Dame mit der Recherche, was sie fúr die Einrichtung kaufen wollten hátten sie das Geld. Ein Solarbrunnen wurde mehrmals erwáhnt. Ich werde den Antrag stellen fúr einen Zuschuss fúr unseren Demenz-freundlichen Garten...da gehórt ein Brunnen dazu. Das andere Geld ist fúr andere Dinge, sollte ich den Zuschuss bekommen. Der Agenturkoch stand neben mir im Garten und sprach davon, Gemúse anzubauen...wir hatten auch schon einen Kráutergarten, den die damalige Kóchin wollte und dann nicht verwendete. Da ist Raum fúr Verbesserung :D Im Zuge dessen sah ich mir daheim meine WWF-Wildkráuter an, weil ich keine Ahnung hatte was in dem Páckchen drin war: Basilikum, eindeutig, aber was die anderen sind? 

Sonntag, sonnig, 22 Grad. Die Túr zum Garten stand gleich morgens offen, das ist das zweite Wohnzimmer unserer Bewohner. Der Agenturkoch sprach mit der neuen Kollegin und mir und wollte Details wissen úber den Job, er war nicht abgeneigt und auch nicht abgeschreckt vom Stundenlohn - er hátte Móglichkeiten...mit einem reguláren Job am Wochenende kónnte er nach wie vor fúr die Agentur arbeiten - oder fúr andere Einrichtungen. Er kónnte auch zum Koch auf Abruf werden fúr den Arbeitgeber...abwarten, erstmal wollte ich ihn fúr alle Samstage im Juli sichern. Ich hatte Aufgaben zu erledigen, 6-Monats-Checks aller Details diverser Bewohner. Ich hakte gleich alle ab statt der fúnf, die die Kollegin mir aufgetragen hatte - und zwei Kommunikations-Práferenzen noch dazu. Was soll der Geiz? Das tauchte in meiner Liste auf, also wurde es erledigt. Die Lieferung neuer Putzmittel und -Papier aller Arten verstaute ich auch gleich. Die Schachtel fúr die Schwestereinrichtung musste gesondert auf die Rechnung, damit das von deren Konto bezahlt wird. Wenigstens bekommt die auf diese Weise endlich das was seit Monaten fehlt...muss ich nur am Feierabend vor Einrichtungswechsel im Auto verstauen und dann am náchsten Morgen mitnehmen. 


Und genau deshalb stecke ich soviel in den Garten in der Arbeit...

 

Montag, bewólkt mit fúnf Nieseltropfen, 21 Grad. Mein freier Tag nach dem on-Call-Wochenende. Ich habe einen davor und einen danach. Allerdings verbrachte ich trotzdem den halben Tag mit Arbeit, weil das Seminar mit Age Scotland gebucht worden war als wir noch keine Rota hatten. So strickte ich morgens erst weiter an meiner Socke (" Bamboo Rainbow", weil sie Viskose enthált und schóne Farbstreifen selbst mustert) wáhrend etwas Wásche durchlief im Kurzprogramm bevor der Mann mit mir einkaufen ging fúr die Woche. Das findet normalerweise am Wochenende statt, nun mússen wir/er flexibler werden. Beim Einkauf sah ich einen Solarbrunnen fúr £50.00 in der Mittelreihe des deutschen Discounters...ooohhh...da musste ich doch gleich am Feierabend des náchsten Tages vorbei mit etwas petty cash...fúr den Preis? Da ist kein Zuschuss notwendig. Das wáre mein Happy Place :D Und wenn sie das bemákeln sollten bei der Abrechnung kann ich immer noch einen Teil des Geldes des Spendendrives dafúr nehmen. Nágel mit Kópfen. Ich darf bis zu £1000.00 authorisieren...sofern ich das begrúnden kann. Am Nachmittag hatte ich die Fortbildung mit Age Scotland úber die Wechseljahre. Klingt im ersten Moment wie overkill, aber je nach Grad der Symptome erreicht das das Level einer Behinderung und fállt dann unter "Equality & Diversity" Legislatur, und kónnte in einem Tribunal sehr teuer werden wenn es einfach abgetan wird.  

Dienstag, sonnig, 25 Grad. Und es war Sommer...wáhrend ich Wollsocken strickte :D In der Arbeit hatte niemand erledigt was úbriggeblieben war vom Wochenende. Demnach knúpfte ich wieder an wo ich am Sonntag aufgehórt hatte. Dieser Hub funktionierte nicht so besonders gut...statt mehr Personal wie angepriesen haben wir sogar weniger als vorher. Der Mensch plant und Gott lacht? Eine der Damen kam mit ihrem Plan fúr ein BBQ im Juli - ich feuerte die Fragen ihres Weges: Wann? Wieviele? Zu welcher Zeit? Wer richtet das aus, die Bewohner oder der Service? Was zu trinken? Musik? Statt des Mittagessens oder als Extra? Sie sah mich nur an und sagte: "Ich dachte nur naiv ans Grillen! Du hast eine ganze Menge die Dir durch den Kopf geht?" Klar doch, immer mehrere Tangenten gleichzeitig :D Die Liste fúr die Zuschússe gab sie mir auch, und als ich ihr sagte dass ein Punkt nach Feierabend erledigt wúrde meinte sie nur dass ich doch mit ihnen teilen solle was ich so im Kopf zusammenhalte. Da sáhe ich dann bei Vielen die Augen glasig werden. Eine der Damen fragt immer postwendend - "Was hat sie gerade gesagt?" Und dann rief die Dame in einem der Cottages an und beschwerte sich úber die Jungs nebenan - die spielten Fussball, weil sie gerade vom Begrábnis ihrer Oma kamen, aber sie fúhlte sich dadurch sehr beeintráchtigt. Under no circumstance wáre das in Ordnung an so einem heissen Tag...und ein Begrábnis sei kein Ausnahmefall, das sei nur eine Tatsache des Lebens und offensichtlich trauerten sie indem sie sich halbnackt in ihrem Garten sonnten...Ich beobachtete das Ganze eine Viertelstunde lang vom ersten Stock aus und keiner der Jungs kam in ihren Garten, die Grossen spielten vor dem Cottage mit Wasserpistolen. Sie ist so eine Freude dass ihre Familie wohl sicherstellen wird dass sie auch wirklich von ihnen ging wenn es soweit ist...Nach Feierabend stellte ich nicht nur die Bestellung fúr die Schwestereinrichtung auf den Rúcksitz, ich ging auch beim Discounter vorbei und holte einen Solarbrunnen fúr die Arbeit dort.




Mittwoch, sonnig, 26 Grad. Ich stand frúh auf, da die Fahrt nach Glasgow anstand mit den Kolleginnen. Manager-Treffen West. Das erste Taxi war ein Erlebnis - er fragte nach einem ganz anderen Namen, hatte aber meine Telefonnummer - und keine Zeit, um nach Glasgow zu fahren. Okay...er schickte einen Kollegen vorbei, der nahm uns anstandslos mit und sammelte die Kollegin an der Bushaltestelle ein. Warum wir alle so schick seien- das muss wenn frau die CEO trifft...im Radisson Blu. Das ist nicht das posheste aller Hotels, aber immerhin vier Sterne, da sollte frau schon reinpassen ins Gesamtbild. Und was ich an deutscher Klamotte trage ist hier ohnehin exotisch :D Wer Hitze aushalten will ohne sámtliches Fleisch rauszuhángen greift besser auf deutsche Arbeitsklamotte zurúck. Der Tag war unterhaltsam, unterbrochen von drei Kaffees, einem Buffet-
Lunch und einer heissen Schokolade. Besonders die Staff-Rep-Stunde ganz am Schluss war interessant: Da zeigte sich, was in den HQs nicht funktionierte und welch ein Chaos die Implementierung all dieser Hubs ist. Die Damen aus Cumnock nahmen kein Blatt vor den Mund. Es werde als Befórderung verkauft, sei aber de facto das Gegenteil, weil es einen substantiellen Effekt auf ihr Leben habe und HQ sie auf einmal wie jemand Unwichtigen behandle...sie musste scheinbar auch eine niedrigere Gehaltsstufe schlucken...nein, da gárt es. Und im Zuge einer einzigen Dame auf weiter Flur, die als eine der vier úbriggebliebenen Reps da stand mit ihrem Mikrofon, ereilte mich was ich vor Jahren ausgeschlossen hatte: Die Rúckkehr als Staff Rep...weil sie allein damit konfrontiert wurde und das nicht richtig ist. Und weil unsere Area Managerin dann fortan vorsichtig sein muss mit dem was sie zur Kollegin sagt.

Donnerstag, sonnig, 29 Grad. Ich lieferte den Karton fúr die andere Einrichtung dort ab. Dabei plante ich auch gleich einen Stock take, nachdem der das letzte Mal vor einem Jahr erledigt wurde statt monatlich. Wáhrend von einigen Dingen ein absoluter Úberschuss vorrátig ist, fand sich anderes gar nicht. Da muss Ordnung rein eines Tages - wenn es nicht so warm ist. Fúr diese Einrichtung beantragte ich auch gleich einen Zuschuss, vielleicht hat die mehr Glúck mit dem allerersten Antrag. Da hat das Mobiliar im Garten bessere Zeiten gesehen. Sie sind etwas benachteiligt weil sie weder eine Gartenhútte haben noch ein Dach zum Unterstellen im Winter, da sieht das eben entsprechend aus. Und mehr Sitzgelegenheiten schaden auch nichts. Ich hatte ein return to work Gesprách mit der jungen Kollegin, mehrere Telefonate mit der Kollegin und eine seltsame voicemail vom Customer Contact Centre - mir ist ja klar dass die nicht so recht wissen was wir tun, aber eine Gefrierschranktúr ist nun wirklich nicht unser Metier...das geht nicht mal weitláufig als Reparatur durch. Eine andere Dame stand an der Túr mit einem Scam-Alarm auf ihrem Smartphone...die wir an sich auch nicht anfassen sollten. Ein Fenster ging ich auch óffnen, aber das klemmte wirklich. Und sonst erledigte ich Dinge fúr die eigene Einrichtung mit. Nach Feierabend sah ich noch im Supermarkt nebenan vorbei.




Freitag, Gewitterwarnung, Sturmregen, Donner, 24 Grad. Nachts um 3 Uhr regnete es Hunde und Katzen, wie das hier heisst - absoluter Sturmregen. Das klang nicht mehr nach Regentropfen auf den Solarzellen, das klang als ob wer das Wasser drúberschútte. Das Wetter brach auf sehr unschottische Weise...war das bereits El Super-Ninho? Ich nahm das da oben mit in die Arbeit und stellte sie in den Garten, mit Wasser befúllt. Ein neues Element. Auf mich warteten jede Menge Rechnungen, und eine liess sich partout nicht einscannen, die brauchte fúnf Anláufe. Die neuen T-Shirts fúr die Arbeit waren auch angekommen und abholbereit. Finanzen, Spreadsheets, Budget, Bestellung, Úberstundenabrechnung, Menúauswahlen, BBQ Vorbereitungen,...die Dame im Cottage, die sich úber spielende Besuchskinder beschwerte...und ich arbeitete nur bis 14 Uhr. Daher strickte ich daheim den Sofieschal in Kaschmir-Merino-Seide fertig und fing einen in Baumwolle-Alpaka an. Die Bambus-Regenbogensocken vernáhte ich auch gleich. Irgendwann sollte ich auch das Mai-Tee und das Mocktail-"Úberzieh" zu Ende náhen und blocken. 

Kaffee, dann Falkirk.

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