Tuesday, 23 May 2017

Öde to Joy?



Der Mann bekam Post von seiner dritten Alma Mater, Dundee. Scheinbar hat die Uni mitbekommen daß seine Tochter ihnen die erste vorzieht...nein, wie immer wenden sie sich nur dann an ihre Alumni wenn sie Geld auftreiben müssen für irgend etwas. Und im Fall von Dundee ist das erstmals der Fall. 
St. Andrews hat da schon vor ein paar Jahren geschrieben - aber dann knabbern ihre Durchschnittsstudenten in der Regel nicht gerade am Hungertuch, da könnte dann schon mal ein neuer Uniflügel oder ein Studentenwohnheim den Familiennamen tragen für die nächsten Generationen. Seit sie dort zugesagt hat sollten ihre anderen vier Studienplätze im "Clearings"-Verfahren sein und damit an Studenten vergeben werden die bisher noch nicht untergekommen waren. Da hat sie gleich noch vier Unbekannte glücklich gemacht! Die saßen bisher auf heißen Kohlen.   




Langsam aber sicher geht es mir wie Andrew im Cottage Hospital vorgestern - Kurse, Überstunden, Prüfungen, Studienkram (wir haben nach wie vor keine Nachricht welches Studentenwohnheim es wird und den Antrag auf Bezahlung der Studiengebühren, die hier die schottische Regierung übernimmt für ihre eigenen Studenten, hat sie nichtmal angefangen!) und die "Tour de Krankenhaus" Woche um Woche? Er schlich sich den Gang entlang und büxte beherzt zum Notausgang hinaus aus...wildentschlossen nach Hause zu gehen auf Schusters Rappen und in den Klamotten die er gerade anhatte, weil es ihm reichte. Sorry, Andrew: Ein Schwarm Krankenschwestern galoppierte ihm nach und fing ihn wieder ein. 
Bless! Eine Aufheiterung im öden Einerlei des Krankenhausdaseins. 




Ich arbeite mich dann mal zum vierten Mal durch dieselben units durch für meine Tutorin am Samstag (was mich auch langsam anödet), und wie ich die Familie füttere wenn ich morgen und am Donnerstag von morgens bis nach 20 Uhr aus dem Haus bin habe ich auch noch nicht ganz auf der Reihe. Selber kochen sollen führt bei ihnen gerne zur "Keks-Diät", mit einer Begrüßung à la "Mama, ich hab Hunger!" sobald ich auf der Matte stehe. Brot hätten wir soviel daß mir die Hälfte in der Küche verschimmelt - das ist dieses vom Mann geförderte Phänomen der neuen Packung, sobald eins dieser magischen Dinger auftaucht bleibt alles Offene fortan links liegen. Ich habe soeben zwei Reste entsorgt die zusammen einen Laib ergeben und es gammeln immer noch vier weitere vor sich hin. 
Den mit Tochterkind-Hilfe explodierten Toaster erwähne ich gar nicht. 



(Aber mal ehrlich: Wer stochert mit Messer und Gabel in seinem Toaster herum???)

Monday, 22 May 2017

This week we will be mostly...

British Red Cross



donating to the Red Cross.

Wechselhaft






Im Handumdrehen füllte sich der Terminkalender für diese Woche, dabei hätte ich zwei units zu erledigen vor dem Samstag und muß nun direkt von der Arbeit in den Kurs mit dem Tochterkind. Und wo die Fortbildung am Donnerstag tatsächlich stattfindet wissen wir auch noch nicht, weil die Tutorin dafür in der Arbeit anfragte ob wir denn ein Mittagessen servieren würden...entweder ist sie da auf der falschen Spur oder HQ hat beschlossen daß sie das "auslagern" ohne vorher Bescheid zu geben. Wenn dann am Donnerstag plötzlich zig andere Mirarbeiter aus der Umgebung auf der Matte stehen wird Alan, unser Koch, kurz mal im staffroom Urschreitherapie praktizieren. Es wäre schon vorteilhaft das zu wissen...:))







Die Wochenenden sind nach wie vor von Krankenbesuchen vereinnahmt - nun wurde Barbs in ein "Cottage Hospital" verlegt in einer Nachbarstadt um ihr Bett zu räumen in der Klinik. Diese Cottage Hospitals sind kleinere Einrichtungen wo Patienten wie sie unterkommen können, die einfach länger brauchen für ihre Rehabilitation. Sie ist in diesem weil sie auf ein Zimmer in einer örtlichen Einrichtung wartet: Dort kommen immer wieder einige unserer Bewohner unter, entweder langfristig zur Pflege oder zur Reha bis sie wieder selbständig leben können. Das wäre das Ziel für Barbs, nur wird sie vermutlich in einen Bungalow umziehen müssen und damit hadert sie noch. Von jetzt auf nachher hat sich ihr Leben schlagartig verändert und sie muß ihr geliebtes Heim aufgeben, in dem sie ihren Sohn großgezogen hat und länger als Witwe lebte als mit ihrem Mann. Sie hatte sich ihr Leben so eingerichtet wie es ihr gefiel. 







Der Sohn hat die letzten zwei Prüfungen vor dem langen Wochenende, danach fängt für ihn die 12. Klasse an bis zu den Sommerferien. Das Tochterkind ist vogelfrei, sie wartet darauf mit Bex nach London zu fahren damit Bex dort ihr Arbeitsvisa für die USA beantragen kann in der Botschaft - das soll scheinbar am 2. Juni stattfinden. Am 6. fliegt sie dann mit vier Freundinnen nach Paris für vier Tage und am Tag ihrer Heimkehr wollte ihre Gran sie ins Ballett einladen. Wenn sich das verschieben ließe würde sie zusagen...

Sunday, 21 May 2017

#Resist




Projekt #resist in vollem Gange...vorgestern Abend bei einem "social" im Bowling Club, how very English. Ziel? Theresa May soviele Steine wie möglich in den Weg zu legen und als Europäer gibt es dafür im Norden nur eine Alternative. Was Labour in ihrem Manifesto zur Wahl als politische Ziele erklärt haben (freie Rezepte, freier öffentlicher Transport für Senioren, etc.) ist zur Hälfte von Schottland geklaut - wo das bereits Alltag ist. Weil sie es von der Partei geklaut haben die dort regiert. Und das Manifesto der Krähe wollen die um jeden Preis verhindern, weil das der bisherigen Kaltschnäuzigkeit noch die Krone aufsetzt - der einzige "gute" Behinderte/ Arbeiter/ Normalbürger ist scheinbar ein toter...und natürlich Brexit.




Anwesend waren 6 Landräte, drei MSPs und Stuart Macdonald, bisher unser MP in Westminster und seines Zeichens ein Anwalt für Menschenrechte. Aus Holyrood rückten gleich zwei "Schwergewichte" an, Ivan McKee MSP und Linda Fabiani MSP, frühere Ministerin für Europa, Convener des Scotland Bill - Commitees und heute Deputy Presiding Officer für das Schottische Parlament (= dessen "speaker"). Sie ist übrigens auch ein Ritter des "Ordens des Sterns Italienischer Solidarität". 
Mich beeindruckte wieder einmal wie familiär das Ganze ist - keine Limousinen, keine Bodyguards, keine Allüren irgendwelcher Art, sie tauchen einfach auf im eigenen Auto mitten aus dem Alltag als ob sie eine Party für eine Tante besuchen würden, und die beiden Landräte indischer Abstammung bringen authentische Gerichte mit für das Büffet. Jeder kann einfach auf sie zugehen und mit ihnen sprechen. Und so "nebenbei" regieren sie das Land.




Welch ein Vergleich mit Theresa, die sich vor allen Normalbürgern versteckt und deren Wahlkampfauftritte in vorher geleerten Fabriken oder Feldern stattfinden, in denen sich ihre Parteihänsel als "Volk" ausgeben...eine "bloody difficult woman"? Ja, bloody difficult to find.

Friday, 19 May 2017

Hinterland






Mit den zunehmenden Jahren hat das Tochterkind neue Interessen entwickelt. Sie ist gerade halbwegs durch ein "30-Tage-Yoga"-Programm, geht neuerdings ab und zu joggen und schleift ihre Mutter zur Zeit in einen 6-wöchigen Kurs in "mindfulness", Achtsamkeit. Schadet alles nichts. Wir Bauchatmen nun im 10-Schritt runter und wieder rauf...es hilft. Mit dem Yoga sollte ich vielleicht auch anfangen angesichts meiner lädierten Knie, Flexibilität ist bestimmt nicht verkehrt doch der innere Schweinehund ist eine Dänische Dogge, kein "downward facing dog" im Sonnensalut. 
Nun da sie erstmals einen ihrer Charaktere in einer Geschichte "gemeuchelt" hat und sich noch nicht so recht traut das zu veröffentlichen für ihre Leser auf Wattpad sucht sie scheinbar nach dem spirituellen Ausgleich. Neulich kam sie auch mit einer Bibel heim, damit sie all die biblischen Referenzen in Büchern in Zukunft versteht - ihre Uni setzt das wahrscheinlich schon voraus, da sie jeden Sonntag eine Messe zelebrieren für die Kirchgänger in der Studentenschaft. Ganz traditionell Internats-mäßig, dessen Fortsetzung sie für viele Studenten sind.   







Ich muß mal genügend Zeit finden dieses Kursmaterial zu lesen, so langsam gerate ich doch kräftig in Verzug damit - jetzt sind es schon 4 ungelesene "Arbeitshefte". Und für meine Tutorin soll ich auch zwei units vorbereiten vor ihrer "praktischen Observation". Ich lebe in der Hoffnung daß das die restlichen 32% ausmachen wird, die diesem Kurs noch fehlen. 
Meine Vizechefin hat sich auch an mich gewandt, ich sollte ihr mit dem Beginn ihres eigenen Kurses helfen - sie hätte inzwischen 50% erledigt haben sollen, hat aber am Wochenende gerade erst angefangen mit zwei Seiten auf Drängen ihrer Tutorin, weil unser Arbeitgeber nun einen Anruf des Colleges erhält...wenn sie nichts vorweisen kann werfen sie sie aus dem Kurs. Den sie dann selbst bezahlen müßte. Ich habe ihr erstmal gezeigt wo sie einloggen muß und wie sie auf deren Webseite findet was sie ausfüllen soll, da alle Tutoren von dort offenbar nicht sehr auskunftsfreudig sind - niemand hielt es bisher für nötig die Navigation dieser Webseite zu demonstrieren und die ist alles andere als User-freundlich. Wenn ich meine Tutorin nicht mit Argusaugen beobachtet hätte wüßte ich das auch nicht.  







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