Samstag, trocken, kalt, 5 Grad - gefúhlte -3, wie sie das so schón ankúndigen. Ich náhe Scháfchen zusammen und spiele fúr den Bruchteil einer Sekunde mit dem Gedanken, googely eyes mit der Heissklebepistole aufzukleben (Sakrileg, ich weiss, aber der "Markt" hier ist ein anderer :D), doch ein Test zeigt wie creepy das wáre wenn einem die Schafsaugen folgen...das dauert, da ich sie auf links zusammenhákeln muss nachdem ich festgestellt habe dass der Mann in einer seiner blinden Aufráumaktionen sámtliches Zubehór der Náhmaschine und all meine Nadeln "entsorgt" hatte. Nebst meiner besten deutschen Kochbúcher. Wir gingen das Tochterkind abholen in der Arbeit, weil die Werkstatt ihr Auto seit drei Wochen herumstehen hatte zur Reparatur, sie konnte es an diesem Mittag abholen - zum Ton von £770.00...das war das letzte Mal dass es dort landete. Der Nachbar am Ende unserer Strasse schraubt auch an Autos herum, die wochenlang auf der Strasse stehen und ich hatte mich schon immer gefragt wer so lange darauf warten kónne. Niemand wirklich. Nach diesem Umweg zog es den Mann wie immer in den greasy spoon. Das Tochterkind hatte ihn damit aufgezogen dass er da nur hinwolle weil es billig sei - ein Kánnchen Tee fúr £1.-. Scheinbar wartete sie selbst dort 10 Minuten bis sie jemand hinter der Theke auch nur ansah. Dann wie immer die Apotheke und eine halbe Stunde bei der Schwiegermutter, fúr die der Mann eingekauft hatte wáhrend ich in der Apotheke war. Sie geht nun in Step-Klassen fúr ihr Gleichgewicht, nachdem sie ihr Vertigo bescheinigt hatten.
Sonntag, trocken, kalt, 5 Grad. Am Vortag nahm ich Ombre-Wolle mit in Rosa und Blau und stellte an einem Nachmittag einen Kinderschal fertig in Rosa. Weil mir auffiel dass wir fúr das Kleingemúse nur Stirnbánder zum Verkauf hatten. An diesem Morgen wurden die letzte Scháfchen fertig, nun wartete noch ein Schweinchen aufs Stopfen. Der Mann buchte die Gártnerei fúr den Mittag, das ist nun notwendig je náher Crimbo rúckt. Ich fing einen zweiten Schal an mit dem Rest der Rosa Wolle (1 1/2 Knáuel). Am Mittag fúhrte unser Weg in die Gártnerei. Dort sah ich Schwárme von Wildgánsen in den Wiesen und am Himmel, es ist die Zeit in der sie in den Súden fliegen. Der Zwischenstop zwischen den Kúhen war sehr beliebt, úberall honkte es und wuselte durch das Gras...Ich sah abwechselnd den fliegenden Gánsen zu und einem alten Mann, der seiner Frau plótzlich auf die Finger haute: "Nimm den Lóffel!!!" Er war nicht sehr geduldig...zumal sie nichts falsch machte, sie ass den Kuchen mit der Gabel wie sie das als Kind gelernt hatte. Dann lóffelte sie den Schaum aus ihrem Cappuccino, was wieder nicht recht war - "Trink den Kaffee!!!" Solange es nicht weh tut oder gefáhrlich wird lassen wir unsere einfach tun was sie tun, wem bricht dabei ein Zacken aus der Krone? Mir wurde zentimeterdicker Ráucherlachs serviert - sie glaubten offensichtlich, uns damit Gutes zu tun, aber der war unmóglich zu kauen wenn selbst das Messer kaum durchkam beim Schneiden. Ich schabte dúnne Enden ab und liess den Rest auf dem Teller. Den Kuchen nahmen wir wieder mit nach Hause - da ich ohnehin eine Pause brauchte bevor ich den essen konnte.
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| Dabei sah er so harmlos aus...aber in der zweiten Baguettehálfte ist der Durchschnitt etwas zu sehen |
Montag, trocken, kalt, 3 Grad. Frost am Morgen, der Mann musste die Scheiben kratzen. Ich nahm die Werke der vergangenen Woche mit in die Arbeit, zur Fertigstellung - soll heissen, die Preisschilder anbringen. Und die Hollyblátter nochmal kleben, damit sie senkrecht hángen. Dann klebte ich noch Spitze auf kleine Filz-Stockings, weil das schnell geht und gut aussieht. Ich hatte Papierkram zu erledigen, die Múllabfuhr kam, die Mánner, die die Tonnen auswaschen kamen und der Fensterputzer war auch vor Ort, weil es den Rest der Woche kálter werden sollte. Dann schneite ein BT-Ingenieur ins Haus, er solle etwas erledigen...wusste aber nicht, wo. In Auftrag gegeben hatte das IT, demnach wollte Zander (IT) seine Steckerdose verlegt haben die sie an die falsche Wand geschraubt hatten. Die Pfleger einer der Damen ráumten in ihrer Wohnung und kamen mit zig Spenden daher die noch von vergangenen Verlosungen herumstanden. Nehmen wir gerne...ein Fuss-Spa und ein Caddy waren mit dabei. Áhh...die stellte ich erstmal beiseite. Ich hátte auch eine Matratzenauflage, wenn wir die Pflegeroute gehen wollen mit unseren Preisen :D Ich rekrutierte eine der neuen Damen fúr den Essensservice, sie bringt die Nummern langsam nach oben. Nun arbeiteten wir an der anderen neuen Dame...die DachExpertin fuhr derweil der Busenfreundin úber den Mund, die ihr daraufhin sagte wohin sie gehen kónne und den Raum verliess...uff!
Dienstag, nass, kalt, 3 Grad, gelbe Wetterwarnung fúr Eis. Zander rief an und fragte was der Drucker mit mir sprach - ich erklárte ihm dass er nach einer IP-Adresse fragte...und wenn ich ihn aufrief im Control Panel sagte er nur "Printer Status: Error". Er komme...aus Edinburgh. Nachdem er kurz seiner Frustration Ausdruck gab...ich habe auch BT-Ingenieuere fast den Tránen nahe hier, da kann er sich einreihen :D Die DachExpertin schickte eine SMS an die Busenfreundin um sich zu entschuldigen fúr ihre rattige Art und Weise. Wir hatten eine ebenso rattige Pflegerin an der Túr, die plótzlich dagegen hámmerte weil ihre Klientin nicht óffnete. Ich versuchte ihr zu erkláren dass sie die Wohnungsnummer eingeben músse, zwei unserer Damen versuchten darauf hinzuweisen dass wir einen Trade-Knopf haben der sie einfach durchliesse - sie wollte alles nicht hóren. Okay, dann belassen wir sie in ihrem Zustand der Ahnungslosigkeit...wer nicht will hat gehabt :D A. aus der Schwestereinrichtung brachte kopierte Papiere vorbei auf dem Heimweg, weil ich die selbst nicht ausdrucken konnte. Am Nachmittag kam der Herr aus Aberdeen und sah sich unsere leere Wohnung an mit einer seiner Schwestern. Seine Mutter wohne in einem der Cottages der Schwestereinrichtung, die Schwester arbeitete dereinst in einer unserer Einrichtungen als Pflegerin, die ganze Familie sei hier, nur er in Aberdeen. Er war sichtlich angetan von der Wohnung, er werde uns sehr sehr bald eine Antwort geben. Zwei Stunden spáter hatte er sie akzeptiert. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich mit all dem, was an Bazaren unerwartet viel Zeit wegnimmt - beschildern, verpacken, herrichten.
Mittwoch, trocken, gefroren, 2 Grad, gelbe Wetterwarnung fúr Eis. Unser Gemúse wartete vor der Eingangstúr auf mich...das war sicherer als der geheizte Speiseraum was die Temperatur betraf, aber ein 25kg Sack Kartoffeln, der einfach so rumstand? Demnach verfrachtete ich erstmal Schachteln auf einen Trolley und brachte das Zeug in die Kúche und in den Kúhlschrank. Zander hatte etwas Verspátung zwecks der Wetterlage, er sagte dass nach der Stadt, in der wir das Meeting hatten letzte Woche, plótzlich wie mit der Schnur gezogen der Schnee aufhórte. Bei uns zog sich nur leichter Frost úber den Boden, nicht genug um auszurutschen. Das genaue Gegenteil zu sonst, wenn wir im Schneesturm versinken wáhrend úberall ringsum die Sonne scheint. Und er stellte fest dass er ganz genau wusste was passiert sei - der Drucker habe ein Update installiert und das Kabel abgeschaltet. Und postwendend ging das...schóne neue Welt :D Das liess mir genúgend Zeit, die Holzdekorationen golden anzusprúhen, die mir der Bastelladen umsonst mitgab. Ich verpackte je drei zusammen in einer Túte zum Verkauf. Und sortierte durch den Berg an Tombola-Spenden, den ich angesammelt hatte bevor einige der Damen sich echauffierten dass sie nicht fúr eine Filmlizenz zahlen wollten fúr den Projektor in der Lounge (ich hórte ganz deutlich die UnFreiwillige heraus, die schon immer daran herummeckerte weil sie ihren ollen Fernseher in die Lounge stellen wollte - nur um zu erfahren, dass sie dann dafúr bezahlen mússten. Ihre Tochter habe sich das angesehen, wir bráuchten keine und sie wisse das ganz genau...overadvertised and underdelivered. Ich kann mich an keinen einzigen ihrer Sprúche erinnern, der sich tatsáchlich verwirklicht hátte. Sie hatte z.B. mal eine "Múlltúte voll freien Popcorns" versprochen fúr Filme in der Lounge, die ihre Tochter von den Kinos umsonst bekáme - am Ende kaufte sie das selbst im Supermarkt.). Demnach behalte ich die grossen Preise in petto...
Donnerstag, trocken, kalt, 3 Grad. Ein Elektriker tauchte auf und wollte sich die leere Wohnung nochmal ansehen - áhhhm - ging da was schief? Wir hatten das Zertifikat fúr die Wohnung bereits in der email...soll heissen: Alles geprúft und abgenommen...okay, sollte uns recht sein, Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste und all das. Ein anderer Mensch schraubte an unserem hot cupboard herum, das zwar aufleuchtete aber nicht aufheizte. Im Zuge dessen sah ich mir die Stecker der Geráte in der Kúche náher an und vermisste einige der grúnen Aufkleber der jungen Frau, die die hátte prúfen sollen ("Alles mit einem Stecker dran")? Wobei das dann noch funktioniert hátte. Doch im Gegensatz zu frúheren Jahren wurden z.B. der Stabmixer etc nicht getestet. Wir fragten uns welche Stecker die Ausnahme waren und warum. An der Wand finden sich z.B. drei davon nebeneinander in drei verschiedenen Steckdosen - zwei haben Aufkleber, einer keinen. Solle verstehen wer will, zumal wir in der Vergangenheit z.B. einen Stabmixer ersetzen mussten der durchgefallen war. Kollegin Nr.2 kam fúr ihr Meeting und einen Schwatz, da ich sie auf dem Laufenden halte was sich in der Einrichtung so tut. Sie war mittlerweile dem Kabinenkoller nahe, total frustriert damit dass sie sich dauernd vorsichtig und mit einem Stock bewegen muss. Yep, klingt vertraut. Ihr Report war auch da von Occupational Health, HR hatte mich gebeten mit ihr zu besprechen was uns ohnehin klar war: So kann sie nicht arbeiten. Die Kosten dieser Úberweisung hátten sie sichsparen kónnen, der konnte auch nichts anderes sagen als ich ihnen ohnehin schon erláutert hatte. Danach schloss sich úbergangslos ein Meeting mit den Damen an úber den Bazar. Wir haben demnach etwas mehr im Angebot als bislang bekannt war, aber das kam alles aus dem Umkreis einer einzigen Dame...
Freitag, gefroren, von -3 Grad auf 3 Grad. Ich testete morgens den Gehweg in der Arbeit um zu sehen ob wir streuen mússten, aber da es vor dem Frost nicht nass war glitzerte der Beton nur und war nicht von einer Eisschicht bedeckt. Ich sah mir die Hútte eines ehemaligen Bewohners an, da die Damen am Vortag gemeckert hatten, ihnen sei eine neue versprochen worden, wann die denn káme. Ich versuchte ihnen klarzumachen dass der Property Officer Einrichtungen von Bo'ness bis Oban betreue, darunter die allererste in Schottland, die abgerissen und neu gebaut werden muss weil sie nicht mehr dem Baustandard entspricht nach úber 50 Jahren, und daher jede Menge zu tun habe - nope, sie sehen nur was sie selbst betrifft. "While we appreciate he might be busy..." Die des ehemaligen Bewohners war offen und hatte nur Gartenstúhle drin stehen, das war erstmal eine Lósung. Und der Property Officer erinnerte sich daran mit einer der Damen gesprochen zu haben, er komme náchste Woche und sehe sich das an. Die DachExpertin war wieder in Hochform, sie hat einfach etwas gegen unsere junge Springerkraft - warum sie das Fenster im Speiseraum geóffnet habe, sie solle das nie wieder tun...dann beschwerte sie sich úber den Kuchen, sie wollte einen Sponge haben, der Koch musste braune Bananen verwenden und kombinierte beides. War ihr nicht recht. Was das schwarze Zeug im Kuchen sei - Schokolade...aber wenn mal eine meckert úbertrágt sich das erfahrungsgemáss auf den ganzen Tisch, deshalb schmolzen wir Eiscreme in einem heissen Wasserbad, die solide gefroren war so auf Anhieb...
Nach dem Kaffee hákle ich an einer Mútze, die haben wir noch nicht auf dem Bazartisch. Ich werde jede Menge Reste los :D




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